Touhou Mystia’s Izakaya​

Rezension zu Touhou Mystia’s Izakaya​

Touhou Mystia’s Izakaya ist prinzipiell ein Imbissbudenmanagementspiel, das in der weitläufigen Welt des Touhou Project angesiedelt ist. Entwickelt von Dichroic Purpilion und veröffentlicht von Phoenixx Inc., bietet dieses Spiel eine entspannende Mischung aus Restaurant-Management und sozialer Interaktion.

Ursprünglich für den PC veröffentlicht, gibt es nun auch eine Nintendo Switch-Version, die am 02.05.2024 zu einem Preis von 25,99€ digital erschienen ist und alle DLCs von Anfang an beinhaltet.
Im asiatischen Raum ist auch eine physische Version des Spiels erschienen

Mystia möchte nur ihren eigenen Imbiss (japanisch: Izakaya) betreiben.

Entstehungsgeschichte

Das Touhou Project, kreiert von ZUN/Team Shanghai Alice, ist bekannt für seine Freizügigkeit bezüglich der Nutzung und Lizenzierung seiner Charaktere und Welt durch Drittentwickler. Diese Offenheit hat zu einer Vielzahl von Spielen in unterschiedlichen Genres geführt. Touhou Mystia’s Izakaya reiht sich in diese Tradition ein, indem es eine weniger actionbetonte, eher entspannende Spielerfahrung bietet. Dichroic Purpilion hat dieses Spiel entwickelt, um die Fans des Touhou-Universums mit einem neuen, einzigartigen Gameplay-Ansatz zu begeistern. Phoenixx Inc. hat die Veröffentlichung und Verbreitung des Spiels unterstützt, insbesondere in der westlichen Welt.

Level 50 ist das Maximallevel im Spiel, jedoch macht es stets Freude, im Profil die unterschiedlichen Kostüme von Mystia zu betrachten.

Handlung

In Touhou Mystia’s Izakaya übernehmen Spielende die Rolle von Mystia Lorelei, einer Nachtspatzen-Yôkai (übersetzt aus dem Japanischen bedeutet das etwa „übernatürliches Wesen“) aus Touhou 8: Imperishable Night. Mystia betreibt eine Izakaya, eine traditionelle japanische Taverne, in der sie zu Beginn ihre Spezialität gegrilltes Neunauge sowie Getränke anbietet. Mit der Zeit lernt sie immer mehr Rezepte kennen, um die Geschmäcker ihrer unterschiedlichen Gäste vollumfänglich zu befriedigen.
Ihr Ziel ist es, genügend Geld zu verdienen, um ihren Traum von einem Konzertauftritt zu finanzieren. Spielende müssen, in der Rolle von Mystia, das Geschäft nach einem zerstörerischen Vorfall wiederaufbauen und durch verschiedene Tages- und Nachtzyklen führen, in denen Zutaten gesammelt, Essen zubereitet und Gäste bedient werden. Die Handlung ist durchzogen von Interaktionen mit bekannten Charakteren aus dem Touhou-Universum, die dem Spiel zusätzlichen Charme verleihen.

Orr norr - böse Kunden :<

Optik und Audio

Die visuelle Gestaltung von Touhou Mystia’s Izakaya zeichnet sich durch eine ansprechende Pixeloptik aus. Die Sprites und Hintergründe sind zwar einfach gehalten, aber funktional stimmig sowie ästhetisch ansprechend. Besonders hervorzuheben sind die Charakterporträts, die das Spiel visuell deutlich bereichern.

Der Soundtrack besteht aus zahlreichen Arrangements klassischer Touhou-Melodien, die perfekt zur entspannten Atmosphäre passen. Die Musik verwendet oft weiche und volkstümliche Instrumente, die das Spielerlebnis angenehm untermalen. Besonders die Tageszeit-Themen, wie das von Youkai Mountain, stechen hervor und tragen erheblich zur Stimmung bei.
Die Musik ist besonders wichtig für eine Spielmechanik des Spiels, in der Spielende in der Rolle von Mystia beim Singen die richtigen Noten treffen müssen.

Man könnte beinahe meinen, Parallelen zum Charakter Jotaro Kujo aus JoJo's Bizzare Adventure zu entdecken.

Beurteilung und Empfehlung

Pädagogische Beurteilung

Pädagogisch betrachtet fördert Touhou Mystia’s Izakaya vor allem Fähigkeiten im Zeit- und Ressourcenmanagement. Spielende müssen ihren Tag planen, Zutaten sammeln und die Zubereitung von Speisen effizient organisieren. Die Interaktion mit verschiedenen Charakteren fördert das Verständnis für unterschiedliche Bedürfnisse und Vorlieben.

Das Spiel erfordert kein Vorwissen über das Touhou-Universum, was es auch für Neulinge zugänglich macht. Vor allem werden aber Fans der Serie ihre Freude an den vielen Anspielungen und den bekannten Charaktere haben.

Durch die recht lange Spielzeit ist es in einem pädagogischen Rahmen sehr unwahrscheinlich, dass das Spiel vollständig durchspielen zu können. Daher wäre für diesen Einsatz ein gut durchdachtes Konzept essentiell.

Das Spiel erklärt sich selbst wirklich gut, solange man Englisch beherrscht.

Verbesserungspotential

Obwohl Touhou Mystia’s Izakaya viele Stärken hat, gibt es auch Bereiche, die verbessert werden könnten. Die Gameplay-Schleifen können nach längerer Spielzeit etwas monoton werden, und es fehlt an größeren Herausforderungen, die das Spiel spannender gestalten könnten. Die finanziellen Anforderungen sind oft zu leicht zu erfüllen, was das Management-Element weniger druckvoll macht. Mehr Variation in den Aufgaben und zusätzliche Hindernisse könnten das Spiel interessanter gestalten.

Man könnte meinen, beinahe eine weitere Anspielung auf JoJo's Bizzare Adventure zu erkennen.

Fazit

Touhou Mystia’s Izakaya ist ein charmantes und entspannendes Spiel, das sowohl Fans der Touhou-Serie als auch Neueinsteiger anspricht. Die Kombination aus einfacher, aber in seinen Bann ziehender Gameplay-Mechanik, starker visueller Präsentation und herausragendem Soundtrack macht es zu einem lohnenden Erlebnis. Trotz einiger kleinerer Schwächen bietet das Spiel viele Stunden angenehmer Unterhaltung und schafft es, die einzigartige Atmosphäre des Touhou-Universums erfolgreich zu präsentieren.

Neben dem Kochen besteht das Gameplay aus dem Sprechen mit den Bewohnern sowie dem Sammeln von Ressourcen in der Spielwelt.
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POSTAL : Brain Damaged

Rezension zu POSTAL : Brain Damaged

„Postal: Brain Damaged“ findet Nach dem PC sowie der Playstation 4 & 5 nun seinen Weg auf die Nintendo Switch und verspricht als Spin-off der kontroversen „Postal“-Reihe ein intensives Spielerlebnis im Stil der klassischen First-Person-Shooter. Die Frage bleibt, ob der Titel auf der Switch-Konsole das gewohnte Maß an Gewalt und Humor beibehält, während es sich in die Welt des Nintendo-Gamings einfügt.

Entstehungsgeschichte

Entwickelt von Running With Scissors in Zusammenarbeit mit den externen Studios Hyperstrange und CreativeForge Games, bricht „Postal: Brain Damaged“ mit den üblichen Gameplay-Mechaniken der Hauptreihe. Die Kooperation mit Hyperstrange, einem Studio mit Erfahrung in Boomer Shootern, verspricht einen frischen Ansatz für die Serie. Die Entscheidung, sich von der offenen Sandbox-Welt zu verabschieden und stattdessen auf lineare Level zu setzen, zeigt den Einfluss dieser kreativen Zusammenarbeit.

Handlung

Im Spiel schlüpft der Spieler in die Rolle des Postal Dude, der in einem bizarren Albtraum gefangen ist und verzweifelt nach einem funktionierenden Fernseher sucht. Hinter diesem bizarren Abenteuer des Postal Dudes versteckt sich jedoch seine Auseinandersetzung mit seiner eigenen Psyche.

Die Handlung dient als Grundgerüst für das chaotische Geschehen und den ungewöhnlichen Humor, der typisch für die Postal-Reihe ist. Typisch für die „POSTAL“-Reihe lassen sich haufenweise Anspielungen an die Popkultur finden.

Der Protagonist durchstreift verschiedene Level, jedes mit einem einzigartigen Thema, von Vororten und Gefängnissen bis hin zu absurd-verzerrten Umgebungen.

Optik und Audio

Die Nintendo Switch-Version von „Postal: Brain Damaged“ präsentiert sich im Stil eines verdrehten 90er-Jahre-Cartoons mit einem Hauch von Low Poly-Grafiken. Die kreative Gestaltung der Level, Strukturen und Charaktere sorgt für eine einzigartige visuelle Erfahrung. Die Musik, komponiert von Ivory Tower Soundworks, trägt zur Atmosphäre bei und passt sich vielseitig an die verschiedenen Situationen im Spiel an.

Beurteilung und Empfehlung

Pädagogische Beurteilung

„Postal: Brain Damaged“ ist eindeutig für ein erwachsenes Publikum konzipiert und enthält kontroverse Inhalte sowie den für die Serie typischen flachen und obszönen Humor. Der gewählte Grafikstil und die Themen des Spiels lassen darauf schließen, dass es nicht für Kinder oder Jugendliche geeignet ist.

Eine pädagogische Verwendung des Spiels ist demnach kaum möglich.

Verbesserungspotential

Leider weist das Spiel auf der Nintendo Switch einige Performance-Probleme auf, die durch Updates behoben werden sollten.

Außerdem könnte die Spieldauer für Casual-Gamer um ein Drittel verkürzt werden.

Die Steuerung auf der Konsole ist grundsätzlich gut umgesetzt. Lediglich die erforderliche Nutzung des Enterhakens kann in einigen Sequenzen frustrierend sein, besonders wenn man kein Profi in Ego-Shootern auf der Konsole ist.

Fazit

„Postal: Brain Damaged“ auf der Nintendo Switch ist eine gelungene Umsetzung eines Spin-offs, das sich mutig von den Haupttiteln der Serie abwendet. Mit kreativen Leveln, einer Vielzahl von Waffen und dem typischen, aber polarisierenden Humor bietet das Spiel eine unterhaltsame, wenn auch kontroverse, First-Person-Shooter-Erfahrung. Für Fans der Serie und Liebhaber von Boomer Shootern könnte dieses Spiel auf der Switch eine lohnende Ergänzung darstellen.

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Turnip Boy Robs a Bank​

Rezension zu Turnip Boy Robs a Bank

„Turnip Boy Robs a Bank“ ist ein frisches und humorvolles Spiel, das auf der Nintendo Switch eine einzigartige Erfahrung bietet. Als Nachfolger von „Turnip Boy Commits Tax Evasion“ taucht der Spieler erneut in die Welt des frechen Wurzelgemüses ein, diesmal mit dem Ziel, eine Bank auszurauben.

Entstehungsgeschichte

Entwickelt von Snoozy Kazoo und ursprünglich als humorvolles Abenteuer mit „Turnip Boy Commits Tax Evasion“ eingeführt, hat sich das Franchise im zweiten Spiel „Turnip Boy Robs a Bank“ in Richtung eines Roguelite-Genres weiterentwickelt. Inspiriert von Spielen wie „Enter the Gungeon“ und „The Binding of Isaac“, kombiniert „Turnip Boy Robs a Bank“ die charmante Ästhetik und den Humor des Originals mit einem dynamischen Gameplay.

Handlung

In „Turnip Boy Robs a Bank“ schlüpft der Spieler in die Rolle von Turnip Boy, einem kriminellen Wurzelgemüse, das zu einem gewagten Bankraub aufbricht. Eingefädelt wird dieser Coup von Gurkini, einem Mafia-Boss und ehemaligen Rivalen von Turnip Boys Vater, Don Rübetto. Besonders hervorzuheben ist die stimmige Kontinuität der Spielwelt; Details aus dem ersten Spiel wurden präzise ins zweite übertragen, was Fans des ersten Teils nostalgische Momente beschert.

Die Handlung zeichnet sich durch humorvolle Charaktere und absurde, oft auf Internet-Humor basierende Szenarien aus. Spieler navigieren durch verschiedene Räume, bekämpfen Feinde, lösen Rätsel und sammeln dabei Schätze und Geld.

Diese Sequenz aus "Turnip Boy Commits Tax Evasion" demonstriert nicht nur die Verbundenheit innerhalb der Spielreihe mit der Internetkultur, sondern hebt auch die grafischen Unterschiede zum zweiten Teil hervor.

Optik und Audio

Die Grafik des Spiels zeichnet sich durch einen charakteristischen, farbenfrohen und cartoonartigen Stil aus, der bereits das erste Spiel prägte.
Es ist jedoch anzumerken, dass das erste Spiel eher eine handgezeichnete Optik aufwies, während das zweite Spiel stärker auf Pixelgrafik setzt.

Die musikalische Untermalung ist abwechslungsreich und zusammen mit den passenden Soundeffekten trägt sie effektiv zu einem verspielten und bisweilen chaotischen Spielerlebnis bei.

Beurteilung und Empfehlung

Pädagogische Beurteilung

„Turnip Boy Robs a Bank“ bietet in seiner Grundform wenig pädagogischen Nutzen. Jedoch lässt sich das Spiel mit erheblichem Aufwand und in einem sorgfältig strukturierten sowie kontrollierten Umfeld für eine spezielle Zielgruppe pädagogisch nutzen. Obwohl das Spiel Themen wie Kriminalität und Bankraub aufgreift, erfolgt dies in einer stark übertriebenen und humorvollen Art und Weise. In einem geeigneten pädagogischen Kontext könnte diese Darstellung als Grundlage für Bildungsinhalte dienen.

Hilfreich für den pädagogischen Einsatz ist die kurze Spieldauer von rund vier Stunden.

Verbesserungspotential

Die Nintendo Switch-Version des Spiels kämpft mit technischen Problemen, insbesondere mit erheblichen Framerate-Einbrüchen in großen, inhaltsreichen Räumen. Dies betrifft einen Großteil der Spielbereiche.

Das Spielende erweist sich als deutlich schwieriger als der Rest des Spiels, was bei einigen Spielern Frustration auslösen und die Nutzung des „God-Modes“ fast unausweichlich machen könnte. Ein zusätzlicher Speicherpunkt zwischen den beiden Sequenzen des Endes könnte hier Abhilfe schaffen.

Fazit

„Turnip Boy Robs a Bank“ ist ein unterhaltsames, wenn auch kurzlebiges Spiel, das mit seinem einzigartigen Humor und charmanten Design punktet. Trotz der technischen Schwierigkeiten auf der Switch bietet es ein unterhaltsames Erlebnis für Fans des Genres und solche, die eine lockere und humorvolle Spielzeit suchen.

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Growth

Rezension zu Growth

„Growth“ ist ein von VoodooDuck entwickeltes und von Assemble Entertainment veröffentlichtes Indie-Spiel.
Es wurde am 16. Oktober 2023 auf Steam und am 21. Dezember 2023 für die Nintendo Switch veröffentlicht.
Das Spiel ist auf beiden Plattformen für 9,99 € erhältlich und ausschließlich als digitale Version verfügbar.

Mit dem Vulkan beginnt und endet (wenn einem nicht vorher die Tiere ausgehen) jede Spielrunde.

Entstehungsgeschichte

„Growth“ wurde als gemütliches, strategiebasiertes Spiel konzipiert, das Spielende dazu einlädt, verschiedene Tierarten zu nutzen, um eine Welt aus hexagonalen Kacheln zu erkunden.
Die Entwicklung begann mit der Idee, ein Spiel zu schaffen, das einfach zu erlernen, aber schwer zu meistern ist.
Die Entwickler wollten ein Spiel schaffen, das sowohl entspannend als auch herausfordernd ist und dabei die Schönheit und Ruhe der Natur einfängt.

Neue Inhalte freizuschalten ist jedes Mal ein motivierender Fortschritt.

Handlung

Die Handlung von „Growth“ ist minimalistisch gehalten.
Ein aktiver Vulkan bedroht die friedliche Welt, und es liegt am Spieler, mit Hilfe verschiedener Tiere die Natur wiederherzustellen und den Vulkan zu beruhigen.
Der Fokus des Spiels liegt jedoch weniger auf der Geschichte und mehr auf den Spielmechaniken und dem Erkunden der Karte.

„Growth“ kann daher mehr als Puzzle- und/oder Knobelspiel betrachtet werden.

Gewinnen fühlt sich jedes Mal wie eine Errungenschaft an.

Optik und Audio

Die visuelle Gestaltung von „Growth“ ist farbenfroh und entspannend. Die hexagonalen Kacheln stellen eine vielfältige Landschaft dar.
Die Animationen der Tiere sind subtil, jedoch lebendig und tragen zur gemütlichen Atmosphäre des Spiels bei.

Der Soundtrack ist minimalistisch sowie beruhigend und unterstützt die Spielerfahrung mithilfe natürlicher Soundeffekte, ohne dabei abzulenken.
Besonders hervorzuheben sind die sanften „Pops“, die beim Aufdecken neuer Kacheln erklingen und ein befriedigendes Feedback von Fortschritt geben.

Das Aufdecken neuer Gebiete sollte taktisch angegangen werden.

Beurteilung und Empfehlung

Pädagogische Beurteilung

„Growth“ könnte strategisches Denken und Planung fördern.
Spielende müssen sorgfältig überlegen, wie sie ihre begrenzten Ressourcen – in diesem Fall die verschiedenen Tiere und die Anzahl ihrer Bewegungen – am besten einsetzen, um die Karte effektiv aufzudecken.
Die Notwendigkeit, kleine Habitate zu verbinden und strategisch wachsen zu lassen, kann wichtige Fähigkeiten wie Ressourcenmanagement und vorausschauendes Denken lehren.
Der entspannte Spielstil und die fehlende Zeitbegrenzung machen es zu einem idealen Spiel, um in Ruhe Fähigkeiten, wie z.B. Problemlösungsfähigkeiten, zu zu üben.

Gerade zu Beginn kann es häufiger passieren, dass die Tiere "ausgehen".

Verbesserungspotential

Obwohl „Growth“ viele positive Aspekte hat, gibt es Bereiche, die verbessert werden könnten.
Die Ladezeiten beim Start des Spiels sind lang, was insbesondere bei kurzen Spielsitzungen zu Frust führen könnte.
Außerdem bietet das Spiel nur wenig Anleitung zu den Funktionen der verschiedenen Tiere, was zu Verwirrung führen kann, insbesondere bei den speziellen Tieren, die durch das Freischalten von Interessenspunkten verfügbar werden.
Eine deutlichere Erklärung und ein umfassenderes Tutorial könnten hier Abhilfe schaffen.

Die Herausforderungen zur Freischaltung neuer Entdeckungen ist eine willkommene sowie motivierende Ergänzung der Spielmechanik.

Fazit

„Growth“ ist ein gemütliches, strategiebasiertes Spiel, das sowohl entspannend als auch herausfordernd sein kann.
Mit seiner farbenfrohen Optik und dem beruhigenden Soundtrack bietet es eine angenehme Spielerfahrung.
Trotz kleinerer Mängel in Bezug auf Ladezeiten und Erklärungen der Spielmechaniken ist „Growth“ eine lohnende Erfahrung für Spielende, die eine ruhige und dennoch anspruchsvolle Herausforderung suchen.

"Growth" - Eine durchaus schöne Spielerfahrung.
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Howl

Rezension zu Howl

 

Howl, entwickelt von Mi’pu’mi Games und veröffentlicht von Astragon Entertainment, ist ein taktisches Puzzle-Spiel, das für Nintendo Switch, PlayStation 5 und Xbox Series X/S erhältlich ist. Es ist zum Preis von 14,99 Euro auf digitalen Plattformen wie Steam und dem Nintendo eShop verfügbar. Eine physische Version des Spiels ist derzeit nicht bekannt.

Entstehungsgeschichte

Howl entstand aus dem Bestreben des österreichischen Entwicklerstudios Mi’pu’mi Games, innovative und atmosphärische Spiele zu kreieren. Bekannt für ihre früheren Titel wie „The Lion’s Song“ und „The Flower Collectors“, wagte sich das Studio mit Howl in ein neues Genre vor. Inspiriert von klassischen Märchen und der Herausforderung, eine gehörlose Hauptfigur in den Mittelpunkt zu stellen, entwickelten sie ein taktisches Puzzle-Spiel mit einem einzigartigen visuellen Stil und fesselndem Gameplay.

Handlung

In einer düsteren mittelalterlichen Welt, die von einer mysteriösen Seuche bedroht wird, übernimmt der Spieler die Rolle einer gehörlosen Prophetin. Ihr Ziel ist es, das rätselhafte Heulen zu beenden, das Menschen in gefährliche Werwölfe verwandelt, und dabei die Spuren ihres verschwundenen Bruders zu entwirren. Das Spiel führt die Spieler durch eine Reihe von kunstvoll gestalteten Levels, die jeweils eine neue taktische Herausforderung bieten. Jede Entscheidung des Spielers beeinflusst den Ausgang der Geschichte und führt zu verschiedenen Enden, die durch das Abschließen der Kapitel freigeschaltet werden.

Optik und Audio

Howl zeichnet sich durch eine atemberaubende visuelle Präsentation aus, die an mit Aquarellfarben kolorierte Zeichnungen erinnert. Die Umgebungen sind in detailreichen handgezeichneten Karten dargestellt, die mit sanften Farben und lebendigen Details eine märchenhafte Atmosphäre schaffen. Die Charaktere und Feinde sind liebevoll gestaltet und fügen sich nahtlos in die Welt ein. Die musikalische Begleitung besteht aus ruhigen, stimmungsvollen Klängen, die die emotionale Tiefe der Erzählung verstärken, ohne jemals aufdringlich zu wirken.

Beurteilung und Empfehlung

Pädagogische Beurteilung

Howl fördert strategisches Denken und Planungsfähigkeiten durch seine rundenbasierte Spielmechanik. Spieler müssen jede Bewegung sorgfältig planen, um Feinden auszuweichen oder sie zu bekämpfen. Die Herausforderungen ermutigen zur Problemlösung und zum vorausschauenden Denken, was eine wertvolle Übung für logisches Denken und die Entwicklung von taktischen Fähigkeiten darstellt. Das Spiel bietet eine angemessene Lernkurve, die es sowohl für Gelegenheitsspieler als auch für erfahrene Spieler zugänglich macht.

Verbesserungspotential

Trotz seiner Stärken gibt es einige technische Herausforderungen, die das Spielerlebnis beeinträchtigen können. Einige Spieler haben gelegentliche Abstürze und Performance-Probleme berichtet, insbesondere auf der Nintendo Switch. Mi’pu’mi Games sollte daher zukünftige Updates nutzen, um diese Probleme anzugehen und die Stabilität auf allen Plattformen zu verbessern. Eine klarere Kommunikation über Patches und Fehlerbehebungen könnte ebenfalls zur Verbesserung der Spielerfahrung beitragen.

Fazit

Howl ist ein herausragendes Beispiel für ein taktisches Puzzle-Spiel, das mit seiner einzigartigen visuellen Ästhetik und der packenden Erzählweise überzeugt. Die Kombination aus kunstvoller Gestaltung, herausforderndem Gameplay und einer fesselnden Geschichte macht es zu einem lohnenden Erlebnis für Spieler, die ihre strategischen Fähigkeiten unter Beweis stellen möchten. Trotz kleiner technischer Schwierigkeiten bietet Howl eine entspannende und dennoch anspruchsvolle Spielerfahrung, die sowohl für Gelegenheitsspieler als auch für erfahrene Strategen gleichermaßen ansprechend ist. Mi’pu’mi Games hat mit Howl ein Spiel geschaffen, das nicht nur visuell beeindruckt, sondern auch durch seine kreative Herangehensweise an das Genre neue Maßstäbe setzt.

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CATAN® – Console Edition

Rezension zu CATAN® - Console Edition

Die Nintendo Switch Version von „CATAN® – Console Edition“ bringt das beliebte Brettspiel in die Welt der Konsolen. Liebhaber des Brettspiels sowie Interessierte werden mit der digitalen Version auf ihre Kosten kommen und potentiell eine neue Form des Spielens entdecken können. Die Veröffentlichung auf der Nintendo Switch ermöglicht es Spielenden, das Spiel überall sowie mit Freunden zu genießen.

Handlung

Die Handlung der digitalen Version von CATAN® bleibt gegenüber der physischen Brettspielversion im Wesentlichen unverändert – Spielende sammeln Ressourcen, bauen Siedlungen und Städte und konkurrieren um Siegpunkte. Die Nintendo Switch Version ermöglicht es den Spielern, das beliebte Brettspiel entweder alleine gegen KI-Gegner oder mit Freunden im lokalen Mehrspielermodus sowie online gegen Freunde oder Unbekannte zu spielen.

Optik und Audio

Die Optik und das Sounddesign von „CATAN® – Console Edition“ sind solide. Das animierte Spielbrett und die Charaktere sind gut gestaltet und vermitteln das Gefühl, das klassische Brettspiel auf dem Bildschirm zum Leben zu erwecken. Dies bietet gegenüber dem Brettspiel einen immersiven Mehrwert.

Die Hintergrundmusik und Soundeffekte sind angenehm und tragen zur Atmosphäre des Spiels bei.

Beurteilung und Empfehlung

Pädagogische Beurteilung

„CATAN® – Console Edition“ bietet eine unterhaltsame Möglichkeit, strategisches Denken, Ressourcenmanagement und soziale Interaktion zu fördern. Das Spiel erfordert Planung und Taktik, da Spielende gewinnmaximierend Ressourcen tauschen und sich auf verschiedene Weisen Siegpunkte verdienen müssen. Die interaktive Natur des Spiels ermöglicht es Spielenden, Teamarbeit und Verhandlungsfähigkeiten zu entwickeln.
Dies macht es zu einer großartigen Wahl für Spielende jeden Alters, die ihre kognitiven Fähigkeiten und sozialen Kompetenzen schärfen möchten.

In einen pädagogisch didaktischen Rahmen gesetzt bietet „CATAN® – Console Edition“ großes Potential für verschiedenste Lernziele und -experimente, benötigt jedoch einen vorher angefertigten Rahmen.

Verbesserungspotential

Obwohl die Nintendo Switch Version von „CATAN® – Console Edition“ eine gute Umsetzung des Brettspiels ist, gibt es noch Raum für Verbesserungen. Einige Spielende könnten sich mehr Variation in den Animationen und Soundeffekten wünschen. Darüber hinaus könnte die Benutzeroberfläche an einigen Stellen benutzerfreundlicher gestaltet werden, insbesondere für neue Spieler, die sich mit den Regeln von CATAN® noch nicht auskennen.
Auch die Option zu haben, nur zu zweit zu spielen, wäre für einige Spielende vorteilhaft.

Fazit

„CATAN® – Console Edition“ bietet eine gelungene digitale Umsetzung des beliebten Brettspiels. Die Entwickler haben daran gearbeitet, die Essenz von CATAN® in die Welt der Videospiele zu übertragen. Die Handlung und das Spielprinzip bleiben erhalten und sind nach wie vor fesselnd. Die Grafik und der Sound sind solide, und das pädagogische Potenzial des Spiels ist bemerkenswert. Mit möglichen Verbesserungen in der Benutzeroberfläche und mehr Abwechslung in Animationen und Soundeffekten könnte das Spielerlebnis weiter verbessert werden. Trotzdem ist „CATAN® – Console Edition“ ein unterhaltsames Spiel, das sowohl CATAN®-Fans als auch neue Spielende begeistern kann.

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My Little Universe

Rezension zu My Little Universe

My Little Universe“  ist ein fesselndes Sandbox-Spiel, das sowohl junge als auch ältere Spieler gleichermaßen in seinen Bann ziehen kann. In dieser Rezension wird die Nintendo Switch Version des Spiels genauer unter die Lupe genommen, besonders wird die lokale Mehrspielerkomponente getestet.

Gerade dieser lokale Mehrspielermodus, der bis zu vier Spielende gleichzeitig am selben Bildschirm ermöglicht, machen „My Little Universe“ zu einer Besonderheit.

Die Nintendo Switch und Steam Version des Spiels wurden nach der mobilen Version des Spiels, die sich von den beiden anderen Versionen unterscheidet, veröffentlicht.

Entstehungsgeschichte

Die Reise von „My Little Universe“ begann, als ein engagiertes Entwicklerteam beschloss, eine Welterschaffungssimulation zu kreieren, die die Vorstellungskraft der Spieler anregt. Über einen Zeitraum von mehreren Jahren arbeitete das Team hart daran, ein Spiel zu schaffen, das gleichermaßen unterhaltsam und lehrreich ist.
Zuerst wurde eine Version des Spiels für mobile Endgeräte veröffentlicht, jetzt wurde die verbesserte Nintendo Switch sowie Steam Version veröffentlicht. Das Ergebnis ist eine Hommage an Kreativität und Entdeckung.

Die mobile Version des Spiels unterscheidet sich von den anderen Versionen.

Handlung

„My Little Universe“ verfolgt keinen vordefinierten Handlungsstrang, da es sich in erster Linie auf die kreative Gestaltung und den Ausbau von Welten sowie die Interaktion mit den darin enthaltenen Elementen konzentriert. Dieses Spiel bietet den Spielenden die Möglichkeit, ihre eigenen Geschichten in den erschaffenen Universen zu entwickeln und gibt ihnen die Freiheit, ihre eigenen Geschichten auf das Spielgeschehen zu projizieren.

Optik und Audio

Die visuelle Gestaltung von „My Little Universe“ zeichnet sich durch einen charmanten und farbenfrohen Stil aus. Die einfachen, aber dennoch zauberhaften Grafiken laden dazu ein, in die Spielwelten einzutauchen und die eigene Fantasie zu entfalten. Die spielbaren Charaktere sind sehr rudimentär und ermöglichen damit den Spielenden, sich selbst in der Rolle als Hauptcharakter vorzustellen. Wer lieber mehr Details am spielbaren Charakter haben möchte kann dies durch freischaltbare Skins erreichen.
Besonders die vielen Homagen an Popkulturelle Kunst innerhalb der Spielwelten machen das Spielerlebnis noch erhabener.

Die begleitende Musik und die passenden Soundeffekte schaffen eine angenehme Atmosphäre und tragen dazu bei, die Spieler in das Spielgeschehen einzutauchen.

Die kleinen Geister sind eine Hommage an einen Ghibli Film.

Beurteilung und Empfehlung

Pädagogische Beurteilung

„My Little Universe“ hat nicht nur unterhaltenden, sondern auch pädagogischen Wert. Es kann die kreative Denkfähigkeit und die Fähigkeit, Probleme zu lösen sowie das kritische Denken und die Planungsfähigkeiten fördern.

Im Couch-Coop-Modus, der bis zu vier Spielende gleichzeitig ermöglicht, ist es möglich, dass zudem Fähigkeiten im Teamwork, in der Arbeitsteilung und im Einteilen von Ressourcen gefördert werden.

Verbesserungspotential

Während „My Little Universe“ ein bezauberndes Erlebnis bietet, gab es während der Testphase einen schwerwiegenden Gamebreaking-Bug. Dieser trat kurz vor der Vollendung der vorletzten Welt auf und machte ein Weiterspielen unmöglich. Dies ist ein kritischer Fehler, der das Spielerlebnis beeinträchtigt und behoben werden muss. Abgesehen von diesem Problem gibt es Raum für weitere Verbesserungen, darunter eine größere Auswahl an Bauelementen und mehr Möglichkeiten zur Interaktion mit den erstellten Welten. Gelegentliche Performance-Probleme auf einigen Switch-Modellen könnten ebenfalls angegangen werden. Trotz dieser Herausforderungen hoffen wir, dass das Entwicklerteam weiterhin hart daran arbeitet, das Spiel zu optimieren und diese Probleme zu lösen, um den Spielern ein reibungsloses Erlebnis zu bieten.

Hier ist der Gamebreaking-Bug aufgetreten. Nachdem das Spiel neugestartet wurde war einer von drei Sonnenstrahlen (rechts) nicht mehr aktiv und konnte nicht wieder aktiviert werden.

Fazit

„My Little Universe“ ist auf der Nintendo Switch ein zauberhaftes Sandbox-Spiel, das die kreative Ader der Spieler anspricht und pädagogischen Wert bietet. Es mag noch Raum für Verbesserungen geben, aber die einladende Optik und die unendlichen Möglichkeiten zur Weltenerschaffung machen es zu einem unterhaltsamen Abenteuer für jeden, der die Freude am Erschaffen und Entdecken schätzt. Dieses Spiel ist besonders für Familien und junge Spieler geeignet, die ihre Vorstellungskraft entfalten möchten und diejenigen, die gemeinsam auf einem Bildschirm spielen möchten.

Sollten zukünftige Updates und Patches die angesprochenen Probleme beheben würde dies „My Little Universe“ zu einem noch überzeugenderen Erlebnis machen.

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XIII Remake

Rezension zu den physischen Versionen von XIII Remake

In 2003 erschien ein Videospiel mit dem interessanten Namen „XIII“, welcher die römische Zahl für 13 darstellen soll. Dieses Spiel basierte auf einem gleichnamigen Comic und begeisterte zu seiner Zeit seine Spielenden.

In 2020 erschien dann ein Remake zu XIII – und wurde sowohl von der Presse als auch von Spielenden gleichermaßen negativ empfangen.

Das dem französischen Publisher das Spiel am Herzen liegt erkannte man daran, dass das Spiel sofort an das Studio Tower Five übergeben wurde um ein vollumfängliches Update für das Spiel anzufertigen und es für alle Spielenden zu einem genüsslichen Spielspaß umzuformen. Quasi ein Remaster eines Remakes.

Darum sind mehrere physische Versionen des Spiels erschienen – die 2020er Version auf der PS4 (die ein digitales Update erhielt) sowie in 2022 eine PS5- und Nintendo Switch-Version, welche bereits das Update enthalten. Wie sich diese Versionen im Detail unterscheiden soll folgend beleuchtet werden.

Das Remake beweist, dass es möglich ist, den ursprünglichen Charme einzufangen und trotzdem ein zeitgemäßes Spielerlebnis zu erschaffen.

Geschichte von XIII

XIII ist eine Ego-Shooter-Legende aus Zeiten der sechsten Konsolengeneration. Wer das Spiel damals gespielt hat wurde von einer damals noch unbekannten optischen Darstellung überrascht. XIII war der erste spielbare Comic, blieb jedoch auch wegen der tollen Geschichte und sauberen Spielmechaniken in Erinnerung.

Von Kritikern und Spielenden zugleich geliebt wurde XIII für jede Konsole und auch für den PC umgesetzt.

Den besonderen Charme der comichaften grafischen Darstellung ist dem Spiel auch im Remake nicht abzuerkennen.

Playstation 4: physische Version

Die pysische PS4-Version aus 2020 wurde direkt als limitierte Edition ausgeliefert – eine „unlimitierte“ Version hat es nie in den Handel geschafft (man könnte hier die schlechten Rezensionen als Grund erachten).

Die limitierte Version erhielt einen von außen bedruckten Pappschuber mit Artwork, das nur diese physische Version zu bieten hat.
Im Pappschuber befindet sich eine Metallhülle der französischen Firma FuturePak (in einem Gespräch mit der Firma auf der Gamescom 2022 wurde mir der Unterschied ihrer Hüllen zu den umgangssprachlich genannten Steelbooks offenbart), deren Prägung sich auf dem durchsichtigen Plastik innerhalb der Hülle befindet. Die Hülle selbst ist ebenfalls außen so wie innen bedruckt. Außen bietet sie ein detailliertes Artwork des Hauptcharakters sowie eines weiteren Charakters, innen wurden Comic-Typische Bildelemente sowie auch das XIII-Logo dargestellt.

In der Hülle selbst befindet sich die Spiele-Disc, die sich von anderen Discs nicht abhebt. Was sich von anderen physischen Veröffentlichungen jedoch unterscheidet sind die drei beigefügten Lithografien sowie der Gratis-DLC, der als Downloadcode auf einem Beilagenzettel aufzufinden ist.

Von allen physischen Versionen ist diese wohl die Schönste. Mit sehr viel Liebe fürs Detail und extra Mühe bei Zusätzen wie dem Schuber, der Metallhülle und den Lithografien hat man für 39,99€ eine physische Version bekommen, bei der sich andere Herausgeber eine Idee oder gleich Zwei abschauen könnten.

Playstation 5: physische Version​

Das Remaster des Remakes wurde sowohl in der PS5- als auch in seiner Nintendo Switch Veröffentlichung mit einem Plastik-Schuber in der physischen Version ausgeliefert. Dieser Schuber hat eine haptische Prägung des XIII-Schriftzugs, welche passend farblich eingefärbt wurde.
Besonders an der PS5-Version ist die doppelte Folierung des Spiels.
Die Blu-Ray Hülle ist mit einer Originalverschweißung mit der typischen Playstation-Banderole versehen, während der Schuber nochmal mit einer zweiten Folie verschweißt wurde.
Sobald die erste Folierung sowie der Schuber entfernt wurde präsentiert sich die offizielle Playstation-Versiegelung des Spiels sowie das eigentliche Cover.
Das Frontcover beinhaltet den XIII-Schriftzug auf schwarzem Hintergrund, wobei sich hinter dem Schriftzug das XIII-Artwork verbirgt.
Das Backcover greift die für das Spiel typischen Comic-Elemente auf und bettet die Inhalte der Rückseite darin ein.
Entfernt man nun auch die zweite Folierung kann man die Spielhülle öffnen, um zur Spieledisc und dem Inlay zu gelangen.
Das Inlay ist leider nur mit Legal-Notice bedruckt und bietet sonst keinen Mehrwert zur physischen Edition.
Auch liegen der PS5-Version keine besonderen Beilagen bei.
Die Spieledisc greift das Design des Frontcovers auf und ist mit den typischen Hinweisen einer Spieledisc versehen.

Nintendo Switch: physische Version​

Die Nintendo Switch-Version des Remasters des XIII Remakes unterscheidet sich kaum von der PS5-Version.
Auch hier ist derselbe Schuber präsent, dieser ist nur auf die Größe der typischen Switch-Hülle geschrumpft worden.
Natürlich ist das Spiel bei der Nintendo Switch-Version auf einer Switch-Cartridge zu finden, nicht auf einer Disc wie bei der PS5. Die Cartridge ist jedoch sehr lieblos gestaltet – neben den typischen Informationen ist hier nur der XIII-Schriftzug auf weißem Hintergrund zu finden.
Im Gegensatz zur PS5-Version hat die Nintendo Switch-Version lediglich eine einzige Folierung – eine separate Folierung der Spielhülle ohne Schuber ist hier nicht zu finden.
Zudem ist das Inlay der Nintendo Switch-Version überhaupt nicht bedruckt und präsentiert sich komplett in Weiß.

Ansonsten gleichen sich die physischen Nintendo Switch- und PS5-Versionen des Remasters des XIII Remakes.

Retrospektive: die Nintendo Gamecube​

Als Stellvertreter für das originale XIII soll die Nintendo Gamecube-Version ihre Dienste erweisen.

Das Cover zeigt die zu den Zeiten der sechsten Konsolengeneration möglichen Grafiken. Zudem sind die grafischen Elemente eines typischen Comics zur Gestaltung des Covers verwendet worden, was mit dem Textzusatz „Der erste 3D-Shooter im Comic Stil.“ ein echter Hingucker in damaligen Läden war und nicht nur Comic-Fans in seinen Bann gezogen hat.

Wie zur damaligen Zeit typisch ist die Innenseite des Covers unbedruckt.

Auch die Spieledisc ist typisch für die damalige Zeit mit Logos, Warnhinweisen und einem kleinen Artwork versehen worden (Aber wie süß sind bitte die kleinen Gamecube-Discs mit ihren 1,46GB Speicherplatz?).

Fotografisch nicht dokumentierbar ist hier die normalerweise beiliegende Anleitung, die in meiner Version bedauerlicherweise abhanden gekommen ist.

Leider bietet die physische Version des 2003er XIII keine Besonderheiten gegenüber anderen physischen Veröffentlichungen zu der damaligen Zeit – Dennoch hebt die grafische Gestaltung des Covers das Spiel von vielen damaligen Konkurrenten ab.

Beurteilung und Empfehlung

Pädagogische Beurteilung

Pädagogisch lässt sich das Spiel nur schwer in Bildungskontexte einbinden.
Selbstverständlich lässt sich XIII, wie die meisten anderen Spiele auch, für Lernende in der passenden Altersgruppe (das Spiel hat sowohl in der ursprünglichen Version auf beispielsweise dem Nintendo Gamecube als auch in den Versionen der achten (PS4, Switch etc.) und neunten (PS5 etc.) Konsolengeneration eine Freigabe ab 16 Jahren erhalten) in allgemeine Konzepte wie Erörterungen etc. einbinden.
Ein spezifisch auf das Spiel geschneiderter Einsatz ist jedoch aufgrund des historischen Wertes und der aktuellen Neu-Umsetzung des Spiels gerade in spezifischeren Bereichen wie den naheliegenden Game Studies selbst oder auch in historischen Bereichen, beispielsweise anhand der Untersuchung von Veränderungen zwischen der ursprünglichen und der Remake-Version, denkbar.

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Fire Emblem : Three Houses (Nintendo Switch)

Rezension zu Fire Emblem : Three Houses

Fire Emblem : Three Houses ist ein einzelspieler Taktik-Rollenspiel aus dem Hause des Entwicklerstudios Intelligent Systems. Veröffentlicht wurde das Spiel von Nintendo.
Das Spiel erschien am 26.07.2019 exklusiv für die Nintendo Switch.
Die Fire Emblem-Serie hat zusammen mit der Final Fantasy Tactics-Serie die wohl bekanntesten Ableger des Taktik-Rollenspiel-Genres erschaffen.
Der neuste Ableger der Fire Emblem-Serie hebt sich durch einige Neuerungen von seinen Vorgängern ab. Die Option, eine Überwelt frei zu erkunden und die damit einhergehenden, der Serie bisher fremden, Möglichkeiten sticht jedoch am meisten hervor.

Zum testen liegt Videospielwissenschaft die Rezensionsversion von Fire Emblem : Three Houses für die Nintendo Switch vor. Ein herzlicher Dank geht hierfür an Nintendo Europe.

Auf "Fódlan" nimmt die Handlung ihren Lauf.

Geschichte von Fire Emblem : Three Houses

Fire Emblem ist eine seit langem bestehende Serie, welche ihre Anfänge 1990 auf dem Famicom in Japan fand.

Die Serie feierte ihr Debüt in Deutschland am 16. Juli 2004 mit dem Erscheinen von Fire Emblem (Originaler Titelzusatz: Rekka no Ken | Eng: The Blazing Blade | Übersetzt: Das Schwer der lodernden Flamme) für den Gameboy Advance.
Spätestens seit der Integration von Charakteren der Fire Emblem-Spiele in den Super Smash Bros.-Spielen erfreut sich die Serie an stets steigender Bekanntheit und hat viele weitere Titel hervorgebracht. Die wohl bekanntesten sind Fire Emblem : Path Of Radiance für die Nintendo Gamecube und der Nachfolger Fire Emblem : Radiant Dawn.

Frühe Ableger der Serie haben heutzutage in ihrer physikalischen Version bereits einen nennenswerten Sammlerwert.

Einige Titel der Fire Emblem-Serie.

Handlung

Die Geschichte von Fire Emblem : Three Houses handelt von dem Kind eines Söldners, welches ein großes Schicksal zu erfüllen hat.
Dieser stille Protagonist ist zu Beginn des Spiels noch Teil der Söldnerbande seines Vaters. Durch einen Zufall müssen die Söldner einen Überfall von Räuber auf ein Dorf verhindern. Die Räuber sind Studenten des Kloster Garreg Mach gefolgt und nun gilt es, diese zu beschützen. Im Geschehen um diesen Überfall hört der Protagonist eine Stimme in seinem Kopf.
Es stellt sich heraus, dass im Protagonisten eine Stimme lebt, welche sich im Körper eines jungen Mädchens vor dem inneren Auge des Protagonisten materialisieren kann und sich „Sothis“ nennt.
Nachdem die Räuber in die Flucht geschlagen wurden, erkennt ein zur Hilfe eilender Ritter des Klosters den Söldner als einen verschollen geglaubten Hauptmann der Ritter wieder.
Durch dieses Treffen wird der Söldner abermals als Hauptmann rekrutiert und der Protagonist soll den Posten eines Hauslehrers, hier Magistra genannt, in der Militärakademie des Klosters übernehmen.

Die Geschichte rund um das Kloster Garreg Mach und das Lüften um das Geheimnis namens Sothis sind der Antrieb der Geschichte von Fire Emblem : Three Houses.

Das Haus des Schwarzen Adlers im Selbststudium.

Charaktere

Die Anzahl verschiedener Charaktere mit Persönlichkeit und definierten Eigenschaften ist in Fire Emblem : Three Houses aufgrund der Spielart von Beginn an sehr hoch.
Es lassen sich jedoch einige Hauptcharaktere, die für den Verlauf der Geschichte tragende Rollen spielen, hervorbringen.
Der gespielte Protagonist (wahlweise männlich oder weiblich) ist das Kind eines Söldners namens Jeralt, welcher, wie sich herausstellt, ein ehemalig hochrangiger Ritter war. Der Protagonist hört die Stimme einer geheimnisvollen Person, von der zu Beginn nicht klar ist, wer diese überhaupt ist.
Im Verlauf der Geschichte wird der Protagonist ein Hauslehrer (Magistra) einer Akademie, welche die Ritter des Landes ausbildet. In dieser Akademie gibt es die drei namens gebenden Häuser, welches jedes Jahr von jeweils einem anderen Haussprecher angeführt wird.
Für das Haus der Schwarzen Adler ist dies Edelgard, die Prinzessin aus dem Kaiserreich von Adrestia.
Der Anführer des Hauses der Blauen Löwen ist in diesem Jahr Prinz Dimitri aus dem Königreich Faerghus.
Zu guter Letzt führt Claude, der Enkel des Anführers der Allianz von Leicester, das Haus der Goldenen Hirsche.
Das Kloster, welches die Akademie beinhaltet, wird von Rhea geleitet. Sie ist die Erzbischöfin der Kirche von Seiros, welche ebenfalls die Herrschaft über das Land innehat.

Die Persönlichkeit jedes einzelnen Charakters ist stets detailliert ausgearbeitet und wird durch Aktion, Reaktion und das gesprochene Wort der einzelnen Charaktere verdeutlicht.

Der Protagonist (links, in diesem Fall weiblich) mit den drei Haussprechern.

Spielweise und Steuerung

Der essenzielle Kerninhalt der Fire Emblem-Serie ist der taktische Kampf.
Fire Emblem : Three Houses spielt sich in seinen Kampfsequenzen wie ein traditionelles Taktik-Rollenspiel. Der Schwierigkeitsgrad sowie der permanente Tod von Einheiten sind zu Beginn des Spiels nach eigenen Vorlieben einstell- und auswählbar.
Als Neuerung für das Kampfsystem wurde die Truppenformationen eingeführt. Jeder Charakter kann ein Bataillon in den Kampf führen und dieses, als eine Art Spezialangriff, einsetzen.
Wichtig für das Kampfgeschehen ist es, ein Auge auf die Anzahl der Anwendungen einer Waffe, bevor sich diese abgenutzt hat und kaputtgeht, zu haben.
Wie auch die Waffen eine bestimmte Haltbarkeit haben, besitzen auch die Bataillone eine begrenzte Ausdauer. Diese kann jedoch im komplementären Laden wieder aufgefrischt werden.

Neben dem Kampf hat Fire Emblem : Three Houses das Dasein als Mentor als Spielprinzip eingeführt. Als Mentor ist man für eines der drei Häuser des Klosters zuständig. Man muss seine Schüler unterrichten, eine Bindung zu ihnen aufbauen und sich selbst stets fortbilden. Eine sinnige Ergänzung zum Verbessern der Fertigkeiten aller Spielfiguren.
Entscheidungen, beispielsweise in Dialogen, wirken sich direkt auf die Zuneigung (im Spiel als Unterstützungswert bezeichnet) anderer Charaktere zu dem eigenen Protagonisten aus. Auch die Positionierung der Einheiten im Kampf und Entscheidungen als Mentor beeinflussen den Unterstützungswert zwischen den Charakteren. Wenn der Unterstützungswert zwischen gewissen Einheiten groß genug ist, werden neue Dialogoptionen und Kampfmanöver freigeschaltet.
Wenn ein Charakter einen bestimmten Level übersteigt und die richtigen Voraussetzungen erfüllt und Fähigkeiten erlernt hat, kann dieser eine neue Kampfklasse annehmen.

Durch die vielen Entwicklungsmöglichkeiten der einzelnen Charaktere wie Einzelunterricht oder auch den Lernzielen ist eine komplexe und individuelle Charakterentwicklung möglich.

Die Spielweise ist Taktik-Rollenspiel typisch.
Das Erreichen einer neuen Stufe ist stets befriedigend.

Optik und Audio

Die Optik des Spiels lässt während der freien Erkundung der Akademie zu wünschen übrig. Avatare sehen zum Teil sehr komisch aus, die Grafik erinnert an bessere Playstation 2 Spiele. Zudem können Spielinhalte plötzlich aufpoppen, beim Testen ist es sogar vorgekommen, dass ein Nichtspielercharakter aus einer Wand im zweiten Obergeschoss gelaufen kam.
In den Zwischensequenzen werden dem Spieler jedoch atemberaubend schöne Animationen präsentiert. Hoffentlich wird es zukünftig möglich sein, eine solche Grafik in allen Spielsequenzen zu integrieren.
Anzumerken sind die süßen Avatare in Pixel-Grafik, welche in den Ladeanimationen oder in gewissen Menüs angezeigt werden. Dies erinnert an erste Ableger der Serie.

Die Soundeffekte im Spiel ist stets passend und klingt qualitativ hochwertig.
Auch die Musik des Spiels ist herausragend. Sie klingt erhaben, königlich und mittelalterlich. Sie ist gut komponiert und passt sich der Atmosphäre, beispielsweise in Kämpfen, an. Die japanische Synchronisation ist wie so oft Balsam für die Ohren und perfekt inszeniert. Auch die dazu angezeigte deutsche Übersetzung liest sich sinnhaft.

Die gezeichneten Zwischensequenzen sind wunderschön.

Beurteilung und Empfehlung

Pädagogische Beurteilung

Die USK hat das Spiel mit einer Altersfreigabe von 12 Jahren versehen.
Dies ist definitiv gerechtfertigt, da ein fundiertes Text- & Sprachverständnis vorausgesetzt ist, um die Spielinhalte zu verstehen. Der Großteil aller Erläuterungen im Spiel werden schriftlich dargestellt. Auch sind die komplexen Zusammenhänge der Spielfunktionen eine gewisse Hürde. Zudem muss ein gewisser Grad an taktischem Denkvermögen vorhanden sein, welches jedoch durch das Spielen erweitert wird.
Auch Fähigkeiten wie Entscheidungsfindung und Empathie werden gestärkt. Das Spiel verlangt dem Spieler eine Vielzahl an Entscheidungen ab und die komplexen Charakterentwicklungen und die zwischenmenschlichen Beziehungen aller Charaktere trainieren das empathische Vermögen des Spielers.

Das Einbeziehen aller Faktoren kann überwaltigen.

Verbesserungspotential

Dem Spieler werden zu Beginn des Spiels einige Entscheidungsoptionen angeboten. Eine Erklärung, wie sich bestimmte Entscheidung auf das Spielgeschehen auswirken, sucht man als Spieler jedoch vergeblich.
So wertvoll Entscheidungsfindungen auch sein können, ist es pädagogisch fraglich, Entscheidungen ohne Grundlage fundierter Kenntnisse über Auswirkung und Konsequenzen zu treffen. Aber auch in Betracht auf die Motivation kann eine falsche Entscheidung zu Beginn des Spiels den Spielspaß verderben.

In zukünftigen Ablegern der Serie sollten Erläuterungen der Entscheidungsmöglichkeiten zumindest optional abrufbar sein.

Es wird nicht erläutert, welches Ausmaß diese Entscheidung hat.

Fazit

Fire Emblem : Three Houses ist durch seine Vielzahl an Mechaniken und Handlungsoptionen ein sehr komplexes Spiel. Durch den Zusatz der Akademie und den damit verbundenen Möglichkeiten und Aufgaben erhält die Serie eine Tiefe, die so nicht zu erwarten war.
Einsteiger können sicherlich mit wenig Zeitaufwand in Training und Geschichte auf dem leichten Schwierigkeitsgrad das Spiel beenden.
Wer das Spiel jedoch in vollen Zügen genießen möchte, muss Zeit investieren und sich in die Mechaniken einlesen und einarbeiten.
Aufgrund der ständigen Belohnungen durch das Spiel (beispielsweise die vielen Levelaufstiege, der Fortschritt im Umgang mit einer bestimmten Waffe etc.) wird das Belohnungszentrum des Gehirns stets zur Dopamin Ausschüttung angeregt. Demnach ist das hineinfuchsen in die Spielmechaniken aber auch sehr lohnenswert.

Erneut haben es die Macher von Fire Emblem geschafft, nicht nur einen weiteren herausragenden Ableger des Taktik-Rollenspielgenres zu kreieren, sondern zeigen damit auch, wie das Genre wachsen und welche Potenuziale noch entdeckt werden können.

Die Neuerungen im Spiel sorgen für noch mehr Erfolgsmomente.
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For The King (Nintendo Switch)

Rezension zu For The King

For The King ist ein strategisches Rollenspiel aus dem Hause IronOak Games. Headup Games hat das Spiel in Deutschland am 23. Mai 2019 veröffentlicht. Digital ist das Spiel für 24,99 € und als physische Version für 31,99 € erhältlich.
For The King hebt sich von anderen Rollenspielen durch seine detailgetreue Nachempfindung von Pen-and-Paper-Rollenspielen ab. Es fühlt sich folglich an, als erlebe man ein analoges Rollenspiel in einer digitalen Umgebung. Unterstützt wird dieser Eindruck durch die Spielwelt, die dem Spielbrett eines Brettspiels ähnelt. Als Beispiel hierfür kann der Blick auf die hexagenen Spielfelder gelenkt werden, die in ähnlicher Form in dem Gesellschaftsspiel „Die Siedler von Catan“ vorkommen.
Zum Testen liegt Videospielwissenschaft, mit freundlichem Dank an den Herausgeber Headup Games, ein physisches Rezensionsexemplar für die Nintendo Switch vor.

Inhalt der physischen Version von For The King

Geschichte von For The King

For The King hat als Brettspiel-Idee das Licht der Welt erblickt. Nach der Umformung der Idee zu einem Videospiel versuchte IronOak Games 2015 das Startkapital für die Entwicklung des Spiels über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter.com zu generieren. Damit waren sie am 16. September 2015 auch erfolgreich.
Das Spiel befand sich mehrere Monate im Early-Access und wurde, nach beinahe 3 Jahren Entwicklungszeit, am 19. April 2018 mithilfe von Curve Digital auf dem PC veröffentlicht.
Mehrere Spielerweiterungen später wurde das Spiel als Komplettpacket nun auch für Konsolen veröffentlicht.

Vom Brettspiel zum Videospiel

Handlung

Der König ist tot und das Königreich verfällt in Chaos. Mit dieser Prämisse beginnt das Spiel – zumindest im ersten Szenario. Der Spieler übernimmt darin alleine (oder mit zwei weiteren Mitspielern) die Rolle einer kleinen Abenteurergruppe, die im Auftrag der nun verwitweten Königin das Chaos stoppen und den Grund dafür erforschen soll.
Die Gruppe besteht aus drei Bewohnern des Königreiches, die per-se keine Kämpfer sind, sondern ganz normale Bürger. Im Verlauf des Abenteuers erlenen diese jedoch Kampftechniken, meistern Herausforderungen, besiegen wilde Monster und bezwingen Verliese.

Diese kurze Schilderung der Königin reicht, um die Prämise des Spiels zu erkennen.

Charaktere

Wirklich ausgeprägte Charaktere gibt es in For The King nicht.
Zwar gibt es beispielsweise in der ersten Kampagne den (verstorbenen) König, die Königin und einen Hauptantagonisten.
Die unterstützenden Nebencharaktere sind jedoch uncharakterisiert und austauschbar.
Auch die Hauptcharaktere sind allein durch ihre Charakterklassen unterscheidbar. Eine Personalität besitzen diese jedoch nicht.
Dies alles stört jedoch nicht, da es in dem Spiel primär um die Reise und das Abenteuer selbst geht. Die marginale Geschichte reicht aus, um als Antrieb für den Spieler zu dienen.

Die drei Helden des Spiels sind individualisierbar.

Spielweise und Steuerung

For The King ist ein rundenbasiertes Rollenspiel mit intuitiver Steuerung. Anfangs kann das Spielprinzip äußerst verwirrend sein. Diese Verwirrung kann man entweder mit dem Studieren der Enzyklopädie oder durch das Erlernen des Spiels während dem Spielen beseitigen. Mit der zweiten Methode findet man auch nach Stunden des Spielens neue Gameplay-Elemente. Dies ist fesselnd und motivierend.
Jeder Charakter kann in seinem Zug nur eine bestimmte Anzahl an Aktionen vollführen. Die Aktionen werden mit dem linken Analogstick angewählt und mit einem der rechten Knöpfe bestätigt. Der Erfolg aller Aktionen ist im Spiel zufallsbedingt. Angelehnt ist diese Methode an das Würfel Rollen aus Pen-and-Paper-Spielen. Sobald ein Charakter seinen Zug beendet, ist der nächste Charakter an der Reihe.
Die Spielwelt ist in Hexagone eingeteilt. Pro Zug kann eine bestimmte Anzahl an Hexagonen beschritten werden. Diese Hexagone können unter Anderem Gebäude oder Gegner beherbergen. Je nach Ereignis können auf einem Hexagon verschiedene Aktionen unternommen werden. In Städten kann beispielsweise eine Gaststätte besucht werden, um Fokus- und Lebenspunkte zu regenerieren. Verliese können erkunden und bezwungen, Gegner bekämpft werden. Die Kämpfe laufen ebenfalls rundenbasiert ab. Trefferchance und Schadenspunkte werden durch Würfelglück ermittelt – das Glück kann durch Fokuspunkte beeinflusst werden.

Die auf Konsolen veröffentlichte Version von For The King enthält sämtliche Zusatzinhalte und somit insgesamt sechs ganze Abenteuer. Darunter befindet sich beispielsweise ein unendliches Abenteuer und ein kompetitiver Mehrspielermodus.
Die Langzeitmotivation in dem Spiel liegt in der Bezwingung aller Abenteuer und dem spielinternen Wissensladen. In diesem können neue Spielinhalte freigeschaltet werden. Wissenspunkte dienen hierfür als Währung, die während des Spielens durch das Erledigen größerer Aufgaben erhältlich sind. Nach der Freischaltung von Inhalten im Wissensladen kann ein modifiziertes Spielerlebnis erfahren werden.

Abschließend sei gesagt, dass beim Spielen gewisser Frust durch das Zufallsprinzip auftreten kann. Vor allem, wenn dadurch der gesamte Abenteuertrupp außer Gefecht gesetzt und somit das Abenteuer unwiderruflich beendet wird.

Im Wissensladen sind neue Spielinhalte, wie z.B. neue Charakterklassen, zu erwerben.
Ein Abenteurer wurde außer Gefecht gesetzt. Dies sollte unbedingt vermieden werden!

Optik und Audio

For The King bietet einen einzigartigen, polygonen Cellshading-Stil. Die Farben sind bunt und vielfältig, jedoch stets gedeckt und niemals grell. Oftmals sind die Texturen verwaschen – dies scheint jedoch mehr Stilmittel als Fehler zu sein.
Hervorzuheben sind die Ausrüstungsgegenstände, die das Aussehen der Charaktere während dem Tragen verändern.

Die Musik im Spiel hat einen mittelalterlichen Flair und auch die Geräusche und Audioeffekte sind stimmig.

Bunt, polygonisch und verwaschen.

Beurteilung und Empfehlung

Pädagogische Beurteilung

In For The King existiert keine Sprachausgabe. Die Handlung sowie die Regeln des Spiels werden dem Spieler nur in Textform offenbart. Somit sind fortgeschrittene Lese- und Textverständniskompetenzen von Nöten. Zudem sind die fordernden strategischen Elemente sowie die dargestellte Gewalt, vor allem durch die Ragdoll-ähnlichen Todesanimationen, ausschlaggebend für ein Mindestalter von empfohlenen 12 Jahren.
Der angebotene Kooperationsmodus, sei es nun online oder lokal, ist förderlich für soziale Kompetenzen wie z.B. Kommunikation. Zudem weckt das Spielen mit anderen realen Spielern stets ein Gemeinschaftsgefühl.
Textverständnis und strategisches Denken sind nicht nur Voraussetzung, sondern werden während dem Spielen ebenfalls geschult und gestärkt.
Somit ist For The King für alle Altersklassen geeignet und gerade für Teenager zur Entschleunigung des Alltags und zum Erlernen strategischen Denkens zu empfehlen.

In der Enzyklopädie sind die essentiellen Informationen nachschlagbar.

Verbesserungspotential

Als Verbesserungsvorschlag bei der Spielweise sei nur anzumerken, dass eventuell ein noch leichterer Schwierigkeitsgrad für Spielanfänger zu empfehlen sei. Unerfahrene Spieler können mit der Komplexität des Spiels schnell überfordert sein und der permanente Tod der Gruppe kann dann zu einem frühzeitigen Spielabbruch führen.

Zur Technik des Spiels ist anzumerken, dass während dem Testen zwei Spielfehler aufgetreten sind, die einen Neustart des Spiels notwendig gemacht haben. Zwar speichert das Spiel automatisch vor jedem Zug eines Protagonisten. Trotzdem wäre es dienlich, diese Bugs zu beseitigen.
Auch die lange Ladezeit beim ersten Starten des Spiels ist negativ aufgefallen und eine Beseitigung dessen würde das Spielerlebnis abrunden.

Leichter als im Schwierigkeitsgrad "Lehrling" wird es nicht.

Fazit

For The King ist ein interessanter und empfehlenswerter Versuch, analoge Rollenspiele in eine digitale Form zu bringen.
Als Videospieler ist man heutzutage kaum noch daran gewöhnt, sich ein großes Regelwerk zu Gemüte zu führen. Wer diese Einstiegshürde jedoch überwindet und Freude an Rollenspielen hat, der wird mit For The King mehr als ausreichend Inhalt für einen relativ schmalen Taler erhalten.
Eine klare Spielempfehlung kann demnach für For The King ausgesprochen werden.

Rundenbasiert und Würfelzwang: Rollenspielelemente par excellence.
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