Solarpunk

Rezension zu Solarpunk

Vorwort

Eckdaten

Entwickler:
Publisher:
Plattformen:
Veröffentlichungsdatum:
Getestete Version:
Physisch erhältlich: Ja/Nein

Entstehung und Veröffentlichung

Geschichte

Konzept und Spielwelt

Handlung

Spielmechanik und Struktur

Optik und Audio

Audiovisuelle Gestaltung

Optik und Audio

Medienpädagogische Betrachtung

Pädagogische Beurteilung

Verbesserungspotential

Verbesserungspotential

Abschließende Einordnung

Fazit
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Yakuza Kiwami 3 & Dark Ties

Rezension zu Yakuza Kiwami 3 & Dark Ties

Yakuza Kiwami 3 & Dark Ties ist ein zweiteiliges Action-Adventure von Ryu Ga Gotoku Studio und SEGA. Das Paket verbindet ein vollständiges Remake von Yakuza 3 mit einer neuen Zusatzgeschichte um Yoshitaka Mine, eine zentrale Figur des ursprünglichen dritten Serienteils.

Die getestete PlayStation-5-Version zeigt vor allem, wie stark ein Remake die Zugänglichkeit eines älteren Spiels verändern kann. Wer aus moderneren Teilen wie Yakuza Kiwami, Yakuza Kiwami 2, Like a Dragon Gaiden, Judgment oder Lost Judgment kommt, trifft im ursprünglichen Yakuza 3 auf spürbar ältere Strukturen. Kiwami 3 setzt genau an dieser Bruchstelle an.

Es ist immer wieder eine Freude die Körpergemälde im Spiel zu betrachten.

Eckdaten

Entwickler: Ryu Ga Gotoku Studio
Publisher: SEGA
Plattformen: PlayStation 5, PlayStation 4, Xbox Series X|S, Nintendo Switch 2, PC
Veröffentlichungsdatum: 12. Februar 2026
Getestete Version: PlayStation 5
Physisch erhältlich: Ja

Deutschland hat eine physische Veröffentlichung erhalten.

Entstehung und Veröffentlichung

Yakuza Kiwami 3 & Dark Ties erschien am 12. Februar 2026 als Neuauflage von Yakuza 3. Der ursprüngliche Titel erschien 2009 für PlayStation 3 und nimmt innerhalb der Reihe eine besondere Position ein: Er setzt nach den Ereignissen von Yakuza 2 an, verlagert den Fokus stärker auf Kiryu als fürsorgliche Bezugsperson und verbindet das Kriminaldrama mit längeren Abschnitten rund um das Waisenhaus Morning Glory in Okinawa.

Das Remake steht in der Tradition früherer Kiwami-Neuauflagen, greift aber stärker in Präsentation, Kampfsystem und Zusatzinhalte ein. Neben der überarbeiteten Hauptgeschichte enthält das Paket mit Dark Ties eine neue, eigenständige Kampagne um Yoshitaka Mine. Damit wird nicht nur ein älterer Serienteil modernisiert, sondern zugleich eine Figur erweitert, die im Original vor allem über ihre Rolle im Konflikt mit Kiryu wirkte.

Karaoke darf in keinem Teil der Spielreihe fehlen.

Konzept und Spielwelt

Die Hauptkampagne folgt Kazuma Kiryu nach Okinawa. Dort versucht er, ein ruhigeres Leben aufzubauen und sich um die Kinder des Waisenhauses Morning Glory zu kümmern. Der erzählerische Rahmen verbindet diese fürsorgliche Alltagsstruktur mit den wiederkehrenden Konflikten der japanischen Unterwelt.

Die Spielwelt bewegt sich zwischen Okinawa und Kamurocho. Damit stellt Yakuza Kiwami 3 zwei sehr unterschiedliche Räume gegenüber: das vergleichsweise warme, familiäre und offene Okinawa und das verdichtete Stadtmilieu, das die Reihe seit ihren Anfängen prägt. Der Kontrast zwischen Fürsorge, Nachbarschaft, Kriminalität und Loyalität bleibt ein zentrales Motiv.

Dark Ties verschiebt die Perspektive auf Yoshitaka Mine. Die Zusatzgeschichte betrachtet seinen Weg in die Welt der Yakuza und ergänzt die Hauptkampagne um eine dunklere, stärker auf Aufstieg, Verlust und Bindung ausgerichtete Erzählung. Dadurch entsteht ein Paket, das denselben Konfliktraum aus zwei unterschiedlichen Positionen betrachtet.

Veteranen der Spielreihe wird Kamurocho, angelehnt an den Stadteil Kabukichō in Shinjuku, Tokio, vertraut sein.

Spielmechanik und Struktur

Yakuza Kiwami 3 bleibt ein Action-Adventure mit Echtzeitkämpfen, Erkundung, Nebenmissionen und Minispielen. Die Struktur folgt dem bekannten Serienrhythmus: Hauptgeschichte, offene Stadtbereiche, Nebenaktivitäten, Kämpfe auf der Straße und zahlreiche kleinere Alltagsbeobachtungen greifen ineinander.

Der deutlichste Unterschied zum ursprünglichen Yakuza 3 liegt im Spielgefühl. Steuerung, Animationen und Kampfabläufe wirken spürbar moderner. Gerade nach neueren Serienteilen oder den Judgment-Spielen fällt auf, wie groß der Abstand zur älteren PS3-Grundlage war. Der Wechsel zurück zum PS3-Port auf PS4 konnte sich trotz spielbarer Struktur schwerfällig anfühlen; Kiwami 3 macht denselben Stoff deutlich flüssiger zugänglich.

Die Kämpfe wurden stärker auf aktuelle Serienstadards ausgerichtet. Kiryu kann wieder unmittelbarer, dynamischer und variantenreicher agieren. Dadurch entsteht nicht nur ein technischer Komfortgewinn, sondern auch eine andere Lesbarkeit der Auseinandersetzungen. Treffer, Ausweichbewegungen und Spezialaktionen fügen sich klarer in den Ablauf ein.

Die neue Kampagne Dark Ties ergänzt diese Struktur durch einen eigenen spielbaren Fokus. Mine kämpft anders als Kiryu und bringt eine körperlich direktere, stärker auf Tempo und Härte angelegte Spielweise ein. Dadurch wirkt die Zusatzgeschichte nicht nur wie erzählerisches Beiwerk, sondern auch wie eine mechanische Gegenperspektive.

Die Action der Spielreihe bleibt beeindruckend - und wird mit jedem Kiwami-Teil nur noch besser.

Audiovisuelle Gestaltung

Die audiovisuelle Gestaltung ist der Bereich, in dem der Remake-Charakter besonders deutlich sichtbar wird. Figuren, Umgebungen, Lichtstimmung und Animationen wurden gegenüber dem ursprünglichen Yakuza 3 erheblich modernisiert. Gerade Okinawa profitiert von der neuen Präsentation, weil der Ort stärker als warmer, lebendiger Gegenraum zu Kamurocho wirken kann.

Im direkten Vergleich zum älteren PS3-Ursprung entsteht ein großer Unterschied. Yakuza 3 war auch in seiner später spielbaren Fassung auf modernen Konsolen deutlich als älterer Serienteil erkennbar. Kiwami 3 reduziert diesen Bruch und bringt den dritten Teil näher an die moderne Wahrnehmung der Reihe heran.

Die grafische Überarbeitung macht den Titel nicht automatisch zum technisch auffälligsten Serienteil, aber sie verändert seine Zugänglichkeit. Charaktermodelle, Bewegungen und Kampfräume lassen sich leichter mit den späteren Teilen verbinden. Dadurch wird Yakuza 3 weniger als historischer Pflichtpunkt der Reihe und stärker als gegenwärtig spielbarer Bestandteil der Kiryu-Saga erfahrbar.

Musik, Stimmen und Geräuschkulisse stützen weiterhin den bekannten Wechsel aus Melodram, Alltagskomik und Straßendrama. Wie in der Reihe üblich, entsteht ein Teil der Wirkung aus dem Nebeneinander ernster Konflikte und absurder Seitenmomente.

Medienpädagogische Betrachtung

Yakuza Kiwami 3 & Dark Ties ist medienpädagogisch vor allem als Beispiel für die Bedeutung von Remakes interessant. Der Titel zeigt, dass Zugänglichkeit nicht nur von Inhalt oder Schwierigkeitsgrad abhängt, sondern stark von Steuerung, Kamera, Animation, Präsentation und Rhythmus geprägt wird. Ein Spiel kann erzählerisch relevant bleiben und sich gleichzeitig technisch so weit von heutigen Gewohnheiten entfernen, dass der Zugang erschwert wird.

Gerade der Vergleich zwischen dem ursprünglichen Yakuza 3 und Kiwami 3 macht diesen Punkt sichtbar. Die ältere Fassung bleibt spielbar, verlangt aber mehr Toleranz gegenüber historischen Steuerungs- und Präsentationsstandards. Das Remake senkt diese Hürde deutlich. Dadurch entsteht ein konkreter Gesprächsanlass über Spielekonservierung, Modernisierung und die Frage, wann eine Neuauflage Zugang schafft und wann sie eine Vorlage verändert.

Inhaltlich eröffnet der Titel weiterhin Themenfelder, die für die Reihe typisch sind: Loyalität, Gewalt, Verantwortung, Ersatzfamilien, Männlichkeitsbilder und die Spannung zwischen kriminellen Strukturen und persönlicher Fürsorge. Besonders die Abschnitte um Kiryu und das Waisenhaus verschieben den Blick weg vom reinen Gangsterdrama. Kiryu erscheint nicht nur als Kämpfer, sondern als Bezugsperson, Beschützer und Alltagsorganisator.

Dark Ties ergänzt diese Perspektive durch Mine. Die Zusatzgeschichte kann als Gegenbild gelesen werden: Während Kiryu versucht, Bindungen zu schützen, wird Mine über Verlust, Ehrgeiz und Zugehörigkeit in eine andere Richtung geführt. Pädagogisch interessant ist daran weniger die Gewalt selbst als die Frage, wie Spiele Biografien, Milieus und moralische Selbstbilder inszenieren.

Gleichzeitig braucht der Titel Einordnung. Die Reihe arbeitet mit Gewalt, organisierter Kriminalität, melodramatischen Zuspitzungen und erwachsenen Themen. Für medienpädagogische Kontexte eignet sich Yakuza Kiwami 3 & Dark Ties daher weniger als niedrigschwelliger Einstieg, sondern eher als Reflexionsgegenstand für ältere Spielende, Serienkundige oder Gespräche über Remakes, Gewaltinszenierung und narrative Verantwortung.

Glücklicherweise bleibt sich die Spielereihe treu und bricht regelmäßig die harte Untergrundwelt Japans mit überspielten Humorelementen.

Verbesserungspotential

Das größte Verbesserungspotential liegt in der Spannung zwischen Remake und Vorlage. Yakuza Kiwami 3 modernisiert einen sperrigen Serienteil deutlich, greift dabei aber auch stärker in Struktur, Darstellung und Inhalte ein. Gerade für langjährige Fans kann dadurch die Frage entstehen, ob das Remake den ursprünglichen Charakter bewahrt oder stellenweise neu gewichtet.

Auch Dark Ties bleibt ambivalent. Die zusätzliche Kampagne erweitert Mine und gibt dem Paket ein eigenes Profil, ist aber zugleich von der Hauptgeschichte abhängig. Wer Mine vor allem über seine Funktion im Original wahrnimmt, kann die stärkere Ausdeutung als Gewinn oder als Verlust von Geheimnis empfinden.

Technisch kann hier nur die deutsche Übersetzung bemängelt werden, die zwar ein deutlicher Pluspunkt gegenüber dem Original darstellt, an wenigen Stellen jedoch nicht perfekt ist.

Trotz modernisierter Technik wirkt nicht jeder Teil des Pakets auf dem Niveau neuerer Serienteile. Einzelne Nebeninhalte und wiederkehrende Serienstrukturen können vertraut, aber auch routiniert erscheinen. Das Remake verbessert den Zugang zu Yakuza 3, löst aber nicht jede historische Eigenheit des Ausgangsmaterials vollständig auf.

[...] mit meinen Kinder gemacht [...] - leichte Grammatikfehler sind selten, jedoch zu finden.

Abschließende Einordnung

Yakuza Kiwami 3 & Dark Ties macht einen der sperrigeren Serienteile deutlich zugänglicher. Vor allem Steuerung, Grafik und Kampfgefühl verändern die Erfahrung stark. Der Sprung vom älteren Yakuza 3 zur Kiwami-Fassung ist so deutlich, dass verständlich wird, warum der ursprüngliche PS3-Port heute trotz spielbarer Substanz als anstrengender Einstieg wirken kann.

Für die Kiryu-Saga bleibt der dritte Teil wichtig, weil er eine andere Seite der Figur zeigt. Okinawa, Morning Glory und Kiryus Rolle als Bezugsperson erweitern das Bild des Protagonisten über das bekannte Kriminaldrama hinaus. Das Remake macht diese Perspektive leichter erreichbar, besonders für Spielende, die aus moderneren Teilen der Reihe kommen.

Im Sinne von Videospielwissenschaft ist Yakuza Kiwami 3 & Dark Ties deshalb nicht nur als Neuauflage interessant, sondern als Fallbeispiel für spielhistorische Zugänglichkeit. Der Titel zeigt, wie stark technische Modernisierung beeinflusst, ob ältere Erzählungen in einer langen Spielreihe weiterhin anschlussfähig bleiben. Zugleich bleibt offen, ob spätere Teile wie Yakuza 4, Yakuza 5 oder Yakuza 6 durch ähnliche Neuauflagen ebenso profitieren würden.

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Reynatis

Rezension zu Reynatis

Reynatis ist ein von FuRyu Corporation und Natsume Atari entwickeltes sowie von FuRyu Corporation und NIS America, Inc. auf PlayStation 4, PlayStation 5, Nintendo Switch und PC veröffentlichtes Action-Rollenspiel (RPG).

Reynatis erzählt die Geschichte einer Gruppe von Menschen, die magische Fähigkeiten besitzen und inmitten eines modernen Shibuya unter nicht-magischen Menschen existieren – und den Problemen, die damit einherkommen.

Die Spielwelt von Reynatis zeigt deutliche Einflüsse von The World Ends With You (kurz: TWEWY) sowie dessen Nachfolger NEO: The World Ends With You (kurz: NEO:TWEWY), insbesondere durch die gemeinsame Kulisse in Shibuya.
Diese Parallele verdeutlicht Reynatis zudem durch eine franchiseübergreifende Mission, in der Charaktere aus Reynatis auf Charaktere aus NEO:TWEWY in einer Parallelversion von Shibuya treffen, die eine verschmolzene Version der Shibuya-Versionen beider Spielwelten darstellt.
Es bleibt abzuwarten, ob in Kingdom Hearts 4, das in der Spielwelt „Quadratum“ ebenfalls Elemente von Shibuya integrieren wird, ähnliche Parallelen erkennbar sein werden. Vielleicht dürfen wir auch auf eine Verbindung zu NEO:TEWEY und/oder Reynatis hoffen.

Auch die Einflüsse des Like a Dragon- (ehemals Yakuza- )Franchises sind spürbar, vor allem in den Geschäften, den Items und dem Smartphone-Menü des Spiels.

Das Kampfsystem ist sehr interessant, da es sowohl offensive als auch defensive Formen bietet, die geschickt miteinander kombiniert werden können, um einen einzigartigen Flow zu erzeugen. Es ist jedoch schade, dass die KI der Gegner so träge ist, dass im defensiven Modus kaum Möglichkeiten zum Ausweichen bestehen, was den Flow beeinträchtigt. Vor allem bei Gegnern mit Schilden wird dies deutlich, da der Schild nur mit einem Ausweichmanöver zerstört werden kann – was einen der trägen Angriffe voraussetzt. Besonders faszinierend ist, dass das Erlangen neuer Fähigkeiten und deren Fortschritt eng mit der Erfüllung von Nebenaufgaben verknüpft ist.

Reynatis ist sowohl als digitale als auch als physische Version zu einer UVP von 59,99 € erhältlich.
Im NIS America Onlineshop war zudem eine physische Limited Edition zu einer UVP von 99,99 € erhältlich.

Auch wenn die magischen Elemente prinzipiell nicht in die Moderne passen: Reynatis hat es dennoch stilistisch hinbekommen.

Entstehungsgeschichte

Die Entwicklung von Reynatis ist stark geprägt von den Einflüssen der japanischen Rollenspielkultur.

Kazushige Nojima, bekannt für seine Arbeit an den Geschichten von Final Fantasy XV und Kingdom Hearts, sowie die legendäre Komponistin Yoko Shimomura, die ebenfalls an diesen Spielen mitgearbeitet hat, sind zentrale kreative Köpfe hinter dem Projekt. Isobe Takumi, der Regisseur von Reynatis, ließ sich deutlich von der ursprünglichen Vision des unveröffentlichten Final Fantasy Versus XIII inspirieren – einem Spiel, das sich stark mit der Idee von Realität und Fantasie auseinandersetzte und eine düstere, urbanere Version der Final Fantasy-Ästhetik präsentierte. Reynatis greift diese Idee auf und transformiert sie in eine moderne, magische Realität, in der eine drückende Gesellschaftsordnung und die Unterdrückung von magischen Fähigkeiten eine Schlüsselrolle spielen.

Die Vision hinter Reynatis geht über einfache Anleihen hinaus. Es ist das Ergebnis eines Wunsches, ein Spiel zu erschaffen, das nicht nur als Hommage an Final Fantasy Versus XIII gesehen werden kann, sondern auch eigenständige gesellschaftliche Kommentare und erzählerische Tiefe bietet.

Die Entwickler wollten ein Erlebnis schaffen, das sowohl nostalgisch als auch neuartig ist, und versuchten, eine Vision von Magie und moderner Unterdrückung in eine realistische Umgebung wie Shibuya zu integrieren.

In den vorgerenderten Sequenzen sieht das Spiel schon ganz gut aus.

Handlung

Die Geschichte von Reynatis spielt im zeitgenössischen Shibuya, einer pulsierenden und lebhaften Stadt, die in vielen modernen japanischen Medien einen zentralen Platz einnimmt. Doch Shibuya in Reynatis ist eine Stadt voller Widersprüche: Magie existiert, wird aber unterdrückt. Magier sind eine verfolgte Minderheit, deren Fähigkeiten von der Regierung und der Gesellschaft gleichermaßen als gefährlich eingestuft werden. Diese Diskriminierung wird von einem repressiven Rechtssystem unterstützt, das einerseits Magier verfolgt, andererseits aber auch von diesen abhängig ist, um die Ordnung aufrechtzuerhalten.

Die Handlung konzentriert sich auf zwei Hauptfiguren: Marin Kirizumi, einen jungen, rebellischen Magier, der davon träumt, der stärkste Magier zu werden, sowie Sari Nishijima, eine Polizistin mit eigenen magischen Fähigkeiten, die auf einem persönlichen Rachefeldzug ist und einen starken Sinn für Gerechtigkeit besitzt. Marin und Sari stehen auf gegenüberliegenden Seiten des Konflikts – Marin, der als Verfolgter die Freiheit für Magier sucht, und Sari, die als Teil des Systems die Ordnung aufrechterhält. Ihre Wege kreuzen sich, und während sich die Geschichte entfaltet, wird deutlich, dass beide Charaktere mehr miteinander verbindet, als es zunächst den Anschein hat.

Ein zentrales Element der Handlung ist die Droge Rubrum, die aus dem Blut von Magiern gewonnen wird und normale Menschen mit der Zeit in zauberfähige, aber auch monströse Wesen verwandelt. Diese „Verdammten“ sind Menschen, die durch den Missbrauch von Magie und die Sucht nach Rubrum zu gefährlichen Wesen mutiert sind. Die Spielenden müssen sich oft, ob im Kampf oder bei Versuchen zu helfen, mit diesen Monstern auseinandersetzen, was die Themen Sucht und Ausgrenzung in den Mittelpunkt rückt.

Ein besonderes Highlight der Geschichte ist, wie sie das Verhältnis zwischen dem Gesetz, das Magie unterdrückt, und der Realität dieser Unterdrückung darstellt. Es wird gezeigt, wie das System jene marginalisiert, die anders sind, während die Hauptfiguren in moralische und ethische Konflikte verwickelt werden.

Die Shibuya-Gang.

Optik und Audio

Reynatis besticht durch seinen stilisierten, an Anime und Manga angelehnten Look, der besonders in den Straßen von Shibuya zum Tragen kommt. Die Optik erinnert stark an Spiele wie Kingdom Hearts und vor allem jedoch an The World Ends With You sowie dessen Nachfolger, mit leuchtenden Farben und urbanem Flair. Die Darstellung von Shibuya ist detailliert und lebendig, wenn auch nicht so weitläufig, wie man es vielleicht erwarten würde. Die Architektur und das Design der Stadt sind liebevoll umgesetzt, schaffen jedoch nicht immer das Gefühl einer offenen Welt, da die Level oft eher schlauchartig und linear aufgebaut sind. Die Immersion wird leider durch die veralteten Texturen getrübt.

Der Stil der Musik im Spiel erinnert direkt an die Kingdom Hearts-Reihe; wenn man aufmerksam zuhört, kann man meinen, auch Final-Fantasy-Einflüsse zu erahnen. Das ist kein Wunder, denn Yoko Shimomura, die ebenfalls an den Soundtracks von Kingdom Hearts sowie einigen Final-Fantasy-Teilen mitgewirkt hat, hat den Soundtrack komponiert. Musikalisch bringt sie ihre gewohnte Qualität ein, wobei die Soundtracks in Reynatis zwar atmosphärisch sind, aber nicht die emotionale Tiefe oder den Wiedererkennungswert früherer Werke von ihr erreichen. Einige Stücke stechen jedoch hervor, insbesondere in den magischen und surrealen Momenten des Spiels, und tragen maßgeblich zur Atmosphäre bei.

Der gute Herr spricht binar: Mund auf oder Mund zu.

Beurteilung und Empfehlung

Pädagogische Beurteilung

Reynatis geht geschickt auf gesellschaftliche Themen ein, die in vielen JRPGs oft nur angedeutet werden. Das Spiel greift Themen wie Unterdrückung, Diskriminierung, Machtmissbrauch und Sucht auf und versucht, diese in eine fesselnde Erzählung einzubinden. Die Entscheidung, Magie als verbotene und kriminalisierte Kraft darzustellen, ermöglicht es dem Spiel, sich mit Fragen der gesellschaftlichen Marginalisierung und der Rolle von Autoritäten auseinanderzusetzen.

Besonders interessant ist der narrative Umgang mit der Figur der Polizistin Sari Nishijima, die im Laufe der Geschichte beginnt, die Strukturen, denen sie dient, zu hinterfragen. Dies führt zu tiefgründigen Dialogen und moralischen Überlegungen über den Zweck und die Gerechtigkeit von Gesetzen und Vorschriften. Dennoch bleibt die Geschichte in manchen Punkten oberflächlich, insbesondere im Umgang mit den „Verdammten“ – Menschen, die durch den Missbrauch der Droge Rubrum zu Monstern werden. Hier hätte das Spiel eine Chance gehabt, tiefer auf die Themen Sucht und soziale Ausgrenzung einzugehen, bietet jedoch im Gameplay meist nur gewalttätige Lösungen an.

Für ältere Spielende oder Jugendliche, die sich für gesellschaftliche Fragestellungen interessieren, bietet Reynatis interessante Denkanstöße. Allerdings sollten die teils klischeehaften Darstellungen und die fehlenden alternativen Lösungswege im Spiel im pädagogischen Kontext kritisch betrachtet werden.

Ein Einsatz im pädagogischen Kontext kann daher nur mit medienpädagogischer Betreuung empfohlen werden.

So schön die NEO:TWEWY-Episode auch ist, der Mix verschiedener Grafikstile ist es nicht.

Verbesserungspotential

Obwohl Reynatis viele kreative und ambitionierte Ansätze hat, gibt es mehrere Bereiche, die verbesserungswürdig sind:

Kampfsystem: Das Spiel bietet zwei Modi – den Liberated-Modus, in dem Magie verwendet wird, und den Suppressed-Modus, der es Spielenden ermöglicht, durch Ausweichen Mana zu regenerieren. Diese Mechanik ist zwar originell und bietet ein frisches Gameplay-Erlebnis, ist jedoch nicht optimal ausbalanciert. Die Slow-Motion-Funktion im Suppressed-Modus ist zu stark, was das Kampfsystem vereinfachen und dazu führen kann, dass Spielende sich auf eine einseitige Strategie verlassen.
Außerdem verhindern einige Gegnertypen einen konstanten Flow im Kampfsystem.

Technische Probleme:
Die Vorabversion von Reynatis wies einige technische Mängel auf, die das Spielerlebnis beeinträchtigten. Insbesondere niedrige Frameraten und veraltete Texturen fielen negativ auf. Dies war vor allem in Zwischensequenzen problematisch, in denen Nebencharaktere in Nahaufnahmen zu sehen waren. Die Darstellung dieser Figuren erinnerte teilweise an PS3-Grafiken, und die rudimentären, zweiframigen Mundbewegungen störten die Immersion deutlich.
Der Day-One-Patch konnte die Performance-Probleme zwar spürbar verbessern, allerdings bleiben die veralteten Texturen ein sichtbares Manko, das den ansonsten modernen Look des Spiels trübt.

Erzählung:
Während die Geschichte interessante Themen aufgreift, bleibt die Umsetzung dieser Ideen an manchen Stellen oberflächlich. Die komplexen moralischen und gesellschaftlichen Konflikte hätten durch eine detailliertere Charakterentwicklung und weniger klischeehafte Dialoge vertieft werden können. Es bleibt zu hoffen, dass einige der offenen Handlungsstränge in zukünftigen DLCs abgeschlossen werden.

Das alles tut dem Spielspaß, wenn man über die Problemchen hinwegsehen kann, jedoch keinen Abbruch.

Texturen aus der PS3-Ära und stockende Animationen beeinträchtigen zwar nicht den Spielspaß, sind jedoch definitiv nicht mehr zeitgemäß.

Fazit

Reynatis ist ein ambitioniertes Spiel, das sich bemüht, eine einzigartige Mischung aus moderner Fantasie, actionreichen Kämpfen und gesellschaftlichen Kommentaren zu bieten.
Trotz der Einflüsse von Spielen wie Final Fantasy Versus XIII, (NEO:) The World Ends With You und Kingdom Hearts schafft es Reynatis, seine eigene Identität zu formen, auch wenn es nicht alle Versprechen vollständig einlöst. Das innovative Kampfsystem und die gesellschaftlich relevanten Themen sind die Stärken des Spiels, während technische Probleme und eine gelegentlich unausgereifte Erzählstruktur das Gesamterlebnis schmälern.

Reynatis verfolgt eine deutlich erkennbare, eigene Vision, die jedoch technisch nicht vollkommen reibungslos umgesetzt werden konnte. Dennoch bietet das Spiel eine einzigartige sowie hochstilisierte Spielerfahrung und ordnet sich somit in dieselbe Nische ein, die auch schon The World Ends With You und NEO: The World Ends With You bedient haben.

Für JRPG-Fans, die sich nicht von kleineren Mankos irritieren lassen und Lust auf eine einzigartige Story inmitten von Shibuya haben, bietet Reynatis ein spannendes Erlebnis.

Als riesiger TWEWY & NEO:TWEWY-Fan war dies meine liebste Stelle im Spiel.
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Touhou Mystia’s Izakaya​

Rezension zu Touhou Mystia’s Izakaya​

Touhou Mystia’s Izakaya ist prinzipiell ein Imbissbudenmanagementspiel, das in der weitläufigen Welt des Touhou Project angesiedelt ist. Entwickelt von Dichroic Purpilion und veröffentlicht von Phoenixx Inc., bietet dieses Spiel eine entspannende Mischung aus Restaurant-Management und sozialer Interaktion.

Ursprünglich für den PC veröffentlicht, gibt es nun auch eine Nintendo Switch-Version, die am 02.05.2024 zu einem Preis von 25,99€ digital erschienen ist und alle DLCs von Anfang an beinhaltet.
Im asiatischen Raum ist auch eine physische Version des Spiels erschienen

Mystia möchte nur ihren eigenen Imbiss (japanisch: Izakaya) betreiben.

Entstehungsgeschichte

Das Touhou Project, kreiert von ZUN/Team Shanghai Alice, ist bekannt für seine Freizügigkeit bezüglich der Nutzung und Lizenzierung seiner Charaktere und Welt durch Drittentwickler. Diese Offenheit hat zu einer Vielzahl von Spielen in unterschiedlichen Genres geführt. Touhou Mystia’s Izakaya reiht sich in diese Tradition ein, indem es eine weniger actionbetonte, eher entspannende Spielerfahrung bietet. Dichroic Purpilion hat dieses Spiel entwickelt, um die Fans des Touhou-Universums mit einem neuen, einzigartigen Gameplay-Ansatz zu begeistern. Phoenixx Inc. hat die Veröffentlichung und Verbreitung des Spiels unterstützt, insbesondere in der westlichen Welt.

Level 50 ist das Maximallevel im Spiel, jedoch macht es stets Freude, im Profil die unterschiedlichen Kostüme von Mystia zu betrachten.

Handlung

In Touhou Mystia’s Izakaya übernehmen Spielende die Rolle von Mystia Lorelei, einer Nachtspatzen-Yôkai (übersetzt aus dem Japanischen bedeutet das etwa „übernatürliches Wesen“) aus Touhou 8: Imperishable Night. Mystia betreibt eine Izakaya, eine traditionelle japanische Taverne, in der sie zu Beginn ihre Spezialität gegrilltes Neunauge sowie Getränke anbietet. Mit der Zeit lernt sie immer mehr Rezepte kennen, um die Geschmäcker ihrer unterschiedlichen Gäste vollumfänglich zu befriedigen.
Ihr Ziel ist es, genügend Geld zu verdienen, um ihren Traum von einem Konzertauftritt zu finanzieren. Spielende müssen, in der Rolle von Mystia, das Geschäft nach einem zerstörerischen Vorfall wiederaufbauen und durch verschiedene Tages- und Nachtzyklen führen, in denen Zutaten gesammelt, Essen zubereitet und Gäste bedient werden. Die Handlung ist durchzogen von Interaktionen mit bekannten Charakteren aus dem Touhou-Universum, die dem Spiel zusätzlichen Charme verleihen.

Orr norr - böse Kunden :<

Optik und Audio

Die visuelle Gestaltung von Touhou Mystia’s Izakaya zeichnet sich durch eine ansprechende Pixeloptik aus. Die Sprites und Hintergründe sind zwar einfach gehalten, aber funktional stimmig sowie ästhetisch ansprechend. Besonders hervorzuheben sind die Charakterporträts, die das Spiel visuell deutlich bereichern.

Der Soundtrack besteht aus zahlreichen Arrangements klassischer Touhou-Melodien, die perfekt zur entspannten Atmosphäre passen. Die Musik verwendet oft weiche und volkstümliche Instrumente, die das Spielerlebnis angenehm untermalen. Besonders die Tageszeit-Themen, wie das von Youkai Mountain, stechen hervor und tragen erheblich zur Stimmung bei.
Die Musik ist besonders wichtig für eine Spielmechanik des Spiels, in der Spielende in der Rolle von Mystia beim Singen die richtigen Noten treffen müssen.

Man könnte beinahe meinen, Parallelen zum Charakter Jotaro Kujo aus JoJo's Bizzare Adventure zu entdecken.

Beurteilung und Empfehlung

Pädagogische Beurteilung

Pädagogisch betrachtet fördert Touhou Mystia’s Izakaya vor allem Fähigkeiten im Zeit- und Ressourcenmanagement. Spielende müssen ihren Tag planen, Zutaten sammeln und die Zubereitung von Speisen effizient organisieren. Die Interaktion mit verschiedenen Charakteren fördert das Verständnis für unterschiedliche Bedürfnisse und Vorlieben.

Das Spiel erfordert kein Vorwissen über das Touhou-Universum, was es auch für Neulinge zugänglich macht. Vor allem werden aber Fans der Serie ihre Freude an den vielen Anspielungen und den bekannten Charaktere haben.

Durch die recht lange Spielzeit ist es in einem pädagogischen Rahmen sehr unwahrscheinlich, dass das Spiel vollständig durchspielen zu können. Daher wäre für diesen Einsatz ein gut durchdachtes Konzept essentiell.

Das Spiel erklärt sich selbst wirklich gut, solange man Englisch beherrscht.

Verbesserungspotential

Obwohl Touhou Mystia’s Izakaya viele Stärken hat, gibt es auch Bereiche, die verbessert werden könnten. Die Gameplay-Schleifen können nach längerer Spielzeit etwas monoton werden, und es fehlt an größeren Herausforderungen, die das Spiel spannender gestalten könnten. Die finanziellen Anforderungen sind oft zu leicht zu erfüllen, was das Management-Element weniger druckvoll macht. Mehr Variation in den Aufgaben und zusätzliche Hindernisse könnten das Spiel interessanter gestalten.

Man könnte meinen, beinahe eine weitere Anspielung auf JoJo's Bizzare Adventure zu erkennen.

Fazit

Touhou Mystia’s Izakaya ist ein charmantes und entspannendes Spiel, das sowohl Fans der Touhou-Serie als auch Neueinsteiger anspricht. Die Kombination aus einfacher, aber in seinen Bann ziehender Gameplay-Mechanik, starker visueller Präsentation und herausragendem Soundtrack macht es zu einem lohnenden Erlebnis. Trotz einiger kleinerer Schwächen bietet das Spiel viele Stunden angenehmer Unterhaltung und schafft es, die einzigartige Atmosphäre des Touhou-Universums erfolgreich zu präsentieren.

Neben dem Kochen besteht das Gameplay aus dem Sprechen mit den Bewohnern sowie dem Sammeln von Ressourcen in der Spielwelt.
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Sand Land​

Rezension zu Sand Land

Sand Land, entwickelt von ILCA und veröffentlicht von Bandai Namco Entertainment, ist ein Action-RPG, das auf dem gleichnamigen Manga von Akira Toriyama aus dem Jahr 2000 basiert. Das Spiel kombiniert Elemente von Exploration, Fahrzeug- und Nahkämpfen sowie narrativ getriebenen Missionen.

Sand Land ist auf verschiedenen Plattformen wie PC, PS4, PS5 und Xbox X/S zu einem regulären Preis von 69,99 € sowohl digital als auch in einer physischen Version verfügbar.

Liebhaber können sich digital die Deluxe Edition für regulär 79,99 € zulegen, wobei hier Obacht gegeben werden sollte, da die zusätzlichen Inhalte, bis auf für den Spielerfolg nicht zwingend notwendige Verbrauchsgegenstände, rein kosmetischer Natur sind. Physisch ist zudem eine Collector’s Edition zu regulär 139,99 € erhältlich, die neben einigen Schmuckstücken vor allem eine Statue des Hauptcharakters Beelzebub enthält.

Beelzebub, der Dämonenprinz.

Entstehungsgeschichte

Sand Land wurde von ILCA entwickelt, einem Studio, das für seine Arbeit an Titeln wie NieR: Automata bekannt ist.

Das Spiel basiert auf dem gleichnamigen Manga von Akira Toriyama, dem Schöpfer des legendären Mangas Dragon Ball.

ILCA strebt danach, die reichhaltige Welt und die Charaktere von Toriyamas Manga in eine interaktive Form zu übertragen und dabei modernste Videospieltechnologie zu nutzen. Die Erfahrung von ILCA in der Gestaltung actionreicher und visuell ansprechender Spiele zeigt sich deutlich in der Spielmechanik und im Design von Sand Land.

Die überaus kompetente Ann verleiht dem Team einen dringend benötigten weiblichen Charme.

Handlung

Die Handlung von Sand Land erzählt die Geschichte von Beelzebub, dem Dämonenprinzen.
Beelzebubs Heimatdorf wird vom menschlichen Sheriff Rao besucht, welcher dämonische Unterstützung bei der Suche nach der legendären Wasserquelle benötigt.
Nach Rücksprache mit seinem Vater Luzifer stimmt Beelzebub diesem Gesuch zu. Gemeinsam mit dem Meisterdieb Sheef und in Begleitung von Rao begibt sich Beelzebub auf die Suche. Unterwegs schließt sich die Mechanikerin Ann der Gruppe an.
Gemeinsam meistern sie zahlreiche Herausforderungen, um das Wüstenland von Sand Land zu retten und eine bessere Zukunft für Dämonen und Menschen ohne stetige Wasserknappheit zu schaffen.

Die Geschichte entfaltet sich in einer postapokalyptischen Welt, die nach einer katastrophalen Explosion von Aquanium, einem seltenen und gefährlichen Mineral, ausgetrocknet ist.
Spielende erleben eine Reise voller Abenteuer, Nebengeschichten und Charakterinteraktionen, die den Charme und die Atmosphäre des Mangas einfangen und in einem Videospiel wiedergeben.

 

Gemeinsam machen Rao, Sheef, Ann und Beelzebub an einem Lagerfeuer Rast.

Optik und Audio

Visuell präsentiert sich Sand Land mit einer Mischung aus 2D- und 3D-Designs, welche an die Ästhetik des Mangas getreu in einem Videospiel darstellen.
Die Umgebungen sind so abwechslungsreich, wie es in einem Wüstenland möglich ist, gestaltet, wobei die Charaktermodelle wie Beelzebub besonders detailliert sind, um die Persönlichkeit der Figuren hervorzuheben.
Kleine optische Spielereien erheitern zudem die Spielwelt.

Trotz einiger visueller Unebenheiten bietet das Spiel insgesamt eine ansprechende grafische Darstellung.

Die akustische Gestaltung von Sand Land umfasst eine vielfältige Musikuntermalung, die sowohl epische Kampfszenen als auch ruhigere Erkundungsmomente begleitet.
Die Sprachausgabe bietet die Wahlmöglichkeit zwischen Japanisch und Englisch und trägt, vor allem im japanischen Originalton, deutlich zur Atmosphäre des Spiels bei.

Man begegnet in Sand Land einigen Designs, die an frühere Werke Toriyamas erinnern. Hier könnte Belzebub sich auch auf dem aus Dragon Ball bekannten Planeten Namek befinden.

Beurteilung und Empfehlung

Pädagogische Beurteilung

Sand Land kann eine eine geeignete pädagogische Erfahrung für Jugendliche und junge Erwachsene bieten, da es Problemlösungsfähigkeiten, strategisches Denken und kreative Herangehensweisen fördern könnte.
Spielende werden herausgefordert, Fahrzeuge zu steuern, Ressourcen zu verwalten und komplexe Missionen zu meistern, was die Entwicklung dieser Fähigkeiten unterstützen könnte.
Die harmlose Darstellung von Gewalt trägt positiv zum pädagogischen Potenzial von Sand Land bei: Gegner rennen weg oder werden ohnmächtig, selbst wenn sie mit einem Panzer beschossen werden. Die Protagonisten betonen zudem durchgehend, dass sie keine schädliche Gewalt anwenden möchten, sondern lediglich Gegner kampfunfähig machen wollen.

Die narrative Tiefe des Spiels und die moralischen Reflexionen einiger Charaktere könnten Spielende dazu anregen, sich kritisch mit Umweltthemen auseinanderzusetzen.

Um Sand Land erfolgreich in pädagogische Konzepte zu integrieren, sollten klare Lernziele definiert, relevante Spielaspekte analysiert und Soft Skills wie Teamarbeit gefördert werden.
Regelmäßige Evaluationen und die Einbindung von Eltern und Lehrenden könnten Schlüsselfaktoren sein, um die pädagogischen Ziele zu unterstützen und eine wertvolle Lernerfahrung zu gewährleisten.

Schöne Anspielungen im Spiel: Ein Gameboy sowie Sand Land Mangas.

Verbesserungspotential

Sand Land weist einige wenige Schwächen auf, die das Spielerlebnis beeinträchtigen könnten.
Dazu zählen unzureichend angepasste Fahrzeugsteuerungen, eine geringe Vielfalt an Gegnertypen sowie Objekten in der Spielwelt und eine inkonsistente technische Umsetzung mit Zwischensequenzen, die Optimierungspotential bieten. Gelegentlich treten auch kleinere Bugs im Spiel auf.
Positiv ist jedoch, dass die Performance durch regelmäßige Updates während des ausgiebigen Testens stetig verbessert wurde.

Der relativ hohe Preis des Spiels, insbesondere der umstrittene Deluxe-Edition, könnte Spielende davon abhalten, Sand Land auszuprobieren.

Einer der seltenen Bugs: Rao ist in einer Fall-Animation steckengeblieben, teleportiert sich kurz darauf jedoch wieder aus der misslichen Lage heraus.

Fazit

Sand Land ist ein ambitioniertes Projekt, das die reichhaltige Welt von Akira Toriyamas Manga in ein Videospiel überträgt. Das Spiel bietet genügend Tiefe und Umfang für Spielende, die vollständig in die Welt von Sand Land eintauchen möchten. Gleichzeitig bleibt es weniger überladen als einige Konkurrenzspiele, was es auch Spielenden, die sich auf die Hauptgeschichte konzentrieren möchten, ermöglicht, ein kompaktes und befriedigendes Spielerlebnis zu genießen.
Die Spielwelt fühlt sich passend „leer“ an, wie es von einer postapokalyptischen Wüstenregion zu erwarten ist, und enthält dennoch ausreichend Leben und Liebe zum Detail, um glaubhaft zu wirken.
Sand Land bietet eine spannende Reise für Interessierte des Originalmaterials und auch Fans von Toriyamas Dragon Ball können viele Parallelen zwischen beiden Welten entdecken.
Sand Land könnte vor allem junge Spielende mit seiner abwechslungsreichen Spielmechanik und der visuellen Präsentation ansprechen. Vor allem bleibt die dargestellte Gewalt stets jugendgerecht, was sich positiv für diese Zielgruppe auswirkt.

Trotz einiger technischer und inhaltlicher Mängel bleibt Sand Land ein solides Action-RPG mit Potenzial, das durch zukünftige Updates und Preisnachlässe weiter an Attraktivität gewinnen könnte.

Als Dämon kann Beelzebub die Energie der Nacht nutzen.
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Pacific Drive​

Rezension zu Pacific Drive

Pacific Drive, das von Ironwood Studios entwickelt und am 22.02.2024 von Kepler Interactive veröffentlicht wurde, bietet eine unkonventionelle Fahrzeug-Survival-Spielerfahrung. Es vereint Erkundung und Plünderung der Spielwelt, die Anpassung der eigenen Basis und des Gefährts sowie das Finden verschiedener Überlebensstrategien in einer surreal anmutenden Umgebung.

Das Spiel ist digital für den PC über Steam und den Epic Games Store sowie für die PlayStation 5 zum Preis von 29,99 € erhältlich. Für die PlayStation 5 ist zudem eine physische Deluxe Edition erhältlich, die für 39,99 € angeboten wird. Diese Edition enthält das komplette Spiel auf Disc, eine Deluxe-Edition-Hülle (Pappschuber), ein doppelseitiges Cover, ein Reisetagebuch, 3 Kunstkarten sowie einen Code für das „We Have Liftoff Customization Pack“-DLC, das jedoch lediglich kosmetische Inhalte bietet.

Man kann seinen vierrädrigen Begleiter mit Farbe, Stickern und Zubehör individualisieren.

Entstehungsgeschichte

Ironwood Studios, gegründet im Jahr 2019, entwickelte Pacific Drive mit einer klaren Vision: Spieler in eine reimaginierte, gefährliche Version des pazifischen Nordwestens zu versetzen. Die Entwickler ließen sich von ihrer Leidenschaft für Roadtrips und der besonderen Beziehung zwischen Fahrer und Fahrzeug inspirieren. Das Spiel entstand in Zusammenarbeit mit PlayStation und wurde mit dem Ziel entwickelt, eine einzigartige Spielerfahrung zu schaffen, die Erkundung, Überlebensmechaniken und eine mysteriöse Handlung vereint.

Die Spielwelt besteht aus der eigenen Basis sowie verschiedenen Knotenpunkten, die jedoch bei jedem Anfahren und Durchfahren zufällig neu generiert werden.

Handlung

In Pacific Drive werden Spielende durch einen Unfall in die Olympic Exclusion Zone gebracht, ein abgelegenes Gebiet voller mysteriöser Anomalien und gefährlicher Bedrohungen, das nun erkundet werden muss. Die Hauptaufgabe besteht darin, mit einem gefundenen Fahrzeug das Überleben zu sichern. Dabei müssen Ressourcen gesammelt, das Fahrzeug repariert und angepasst sowie die Geheimnisse der Zone erforscht werden. Die Handlung entwickelt sich langsam, während Spielende mehr über die Vergangenheit der Zone und ihre mysteriösen Bewohner erfahren.

Endlich einmal fühlen, wie der Knight Rider in einer Stranger-Things-esquen Welt.

Optik und Audio

Grafisch präsentiert sich Pacific Drive mit einer atmosphärischen und doch stilisierten Darstellung der Umgebung des pazifischen Nordwestens. Die surreale Gestaltung der Zone trägt zur einzigartig düstere Atmosphäre des Spiels bei.

Der Indie-Soundtrack von Wilbert Roget II sowie lizenzierte Songs tragen dazu bei, die Spannung und das Abenteuergefühl beim Erkunden der Zone zu verstärken.

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Beurteilung und Empfehlung

Pädagogische Beurteilung

Pacific Drive bietet Spielenden die Möglichkeit, strategische und taktische Fähigkeiten zu verbessern, da sie sowohl das Überleben in einer feindlichen Umgebung planen als auch ihr Fahrzeug optimieren müssen. Das Spiel kann zudem das Problemlösungsdenken fördern, da Spieler verschiedene Ressourcen nutzen müssen, um ihr Fahrzeug zu reparieren, ihre Basis zu verbessern und Herausforderungen zu bewältigen. Die Erkundung der Zone und die Entschlüsselung ihrer Geheimnisse erfordern Aufmerksamkeit sowie die Fähigkeit, Muster und Zusammenhänge zu erkennen und Ressourcen für Erkundungsfahrten vorauszuplanen.

Pacific Drive kann dennoch nur in einem pädagogischen Rahmen für Jugendliche und Erwachsene empfohlen werden, da die Atmosphäre verstörend sein kann und die Komplexität des Gameplays jüngere Spielende überfordern könnte.

Welches Spiel wohl in diesem Gameboy steckt?

Verbesserungspotential

Verbesserungspotenzial bietet das Post-Credit-Gameplay, das als repetitiv und möglicherweise unnötig lang empfunden werden könnte. Ein direktes Teleportieren zu bereits freigeschalteten Knotenpunkten, was sich in der Spielwelt auch geschichtlich durchaus schlüssig verargumentieren ließe, könnte das Erkundungserlebnis nach dem Abschluss der Hauptgeschichte verbessern und die Spielerfahrung insgesamt angenehmer gestalten.
 
Was jedoch als verwirrend empfunden werden könnte ist, dass die Geschichte der Spielwelt über Radio-Funk erzählt wird. Dies ist in der Spielwelt zwar charmant und stimmig, kann jedoch schnell durch die teilweise sehr stressigen Spielpassagen, während denen der Funk läuft, in den Hintergrund geraten.
Im Spiel hat eine Anomalie dafür gesorgt, dass der vierrädrige Kumpane feststeckte. Die Teleport-Funktion des Spiels hat hier jedoch die Rettung gebracht.

Fazit

Pacific Drive bietet eine faszinierende Mischung aus Fahrzeuganpassung, Survival-Elementen und einer mysteriösen Handlung. Die einzigartige Umgebung und das gelungene Zusammenspiel von Optik und Audio sorgen für eine immersive Spielerfahrung. Trotz kleinerer Schwächen im Post-Gameplay und der Herausforderung für Spielende, der Handlung zu folgen, bleibt Pacific Drive ein empfehlenswertes Spiel für alle, die bereit sind, sich auf eine ungewöhnliche und herausfordernde Spielerfahrung einzulassen und auch den ein oder anderen Frustmoment zu ertragen.

Eine Art Minispiel im Spiel: um nervige Fehlfunktionen des Autos zu beheben, muss das Diagnosetool korrekt benutzt werden.
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